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Uster entscheidet den Krimi für sich

Der UHC Uster rettet sich mit einer späten Doublette in Chur in die Overtime und gewinnt am Ende 8:7.

Uster entscheidet den Krimi für sich

Es war ein regelrechter Thriller. Der UHC Uster sah auswärts gegen Chur trotz zweimaliger Dreitoreführung im dritten Drittel schon wie der sichere Verlierer aus. Er konnte sich aber durch eine Doublette Niko Juholas in die Overtime retten, in der dann Raphael Berweger den 8:7-Siegtreffer erzielte.

Mit seinem Tor bescherte Berweger dem UHC Uster im Kampf um den Einzug in die NLA-Playoffs einen wichtigen Zusatzzähler – die Ustermer konnten dadurch die punktgleichen Bündner überholen und über den Strich auf Platz 8 klettern.

«Die Zweiminutenstrafe gegen Jung kurz vor dem Spielende hat uns enorm geholfen. Ich weiss nicht, ob wir es sonst noch geschafft hätten.»
Raphael Berweger, Stürmer UHC Uster

«Das war für die Moral extrem wichtig», sagte der Siegtorschütze danach. «Wären wir heute ohne Punkte heimgekehrt, wäre es im Kampf um die Playoffplätze sehr, sehr schwierig geworden», so Berweger.

Kulmala verwandelt Penalty

Die Bündner wussten in den ersten Spielminuten nicht, wie ihnen geschah: Die Gäste aus Uster liefen den Akteuren von Chur Unihockey um die Ohren und erarbeiteten sich bis zur elften Minute eine 3:0-Führung. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten die Ustermer gut und gerne noch einen oder zwei Treffer nachlegen können.

Stattdessen ermöglichte man dem Gegner mit zwei kurz aufeinanderfolgenden Zweiminutenstrafen, bis zur 22. Minute wieder bis auf einen Treffer aufzuschliessen. Allerdings konnten die Gäste reagieren. Markus Kulmala verwandelte souverän den fälligen Penalty, nachdem Simon Suter beim Versuch, auf einen Lattenknaller Juholas nachzusetzen, von Daniel Sesulka ins Bündner Gehäuse spediert worden war.

Nur dreieinhalb Minuten später hebelten Juhola und Beerli die Churer Defensive mit einem Doppelpass aus, den letzterer zur erneuten Dreitoreführung abschloss. Obwohl die Gäste in dieser Phase das bessere Team waren, konnten die Bündner nach einem Gewühl vor Uster-Keeper Janik Feiner wiederum verkürzen.

Eine Strafe als Hilfe

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts liessen sich die Ustermer durch die nun massiv druckvoller agierenden Churer regelrecht überfahren. Zwölf Minuten benötigte das Heimteam, um den Zweitorerückstand in eine 7:5-Führung zu verwandeln.

Dreieinhalb Minuten vor der dritten Sirene musste Chur-Verteidiger Mario Jung nach einem Stockschlag auf die Strafbank, was Juhola zum Anschlusstreffer ausnutzte. Und nur 44 Sekunden später besorgte der finnische Topscorer mit einem satten Abschluss den 7:7-Ausgleich, der Uster in die Overtime rettete.

Berweger gab hinterher zu: «Die Zweiminutenstrafe gegen Jung kurz vor dem Spielende hat uns enorm geholfen. Ich weiss nicht, ob wir es sonst noch geschafft hätten.» (Philipp Wyss)

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