Martin Fuchs ist ein viel gefragter Mann am CSI Basel. Wem es gelingt, ein paar Worte mit dem 27-Jährigen zu wechseln, der kann sich glücklich schätzen. Als der Europameister von 2019 am Mittwoch das Medienzentrum betritt, ist er sichtlich unter Zeitdruck. Dennoch stellt er sich den Medien, zuerst dem Fernsehen. Zwei Minuten pro Interview, die Fragen sind stets dieselben. Für die Printmedien jedoch nimmt sich Martin Fuchs etwas mehr Zeit, nimmt in Reithose und «Team Fuchs»-Gilet Platz.
Der Wirbel um Fuchs lässt sich mehrfach begründen. Zum einen überholte der Bietenholzer per 31. Dezember 2019 seinen Landsmann Steve Guerdat und ist nun somit der Leader der Weltrangliste im Springreiten, der bei Wettkämpfen traditionell mit einer Armbinde antritt.
Als erster Schweizer in Basel gewonnen
«Es ist schon speziell, in so einem jungen Alter Weltranglisten-Erster zu sein. Dass ausgerechnet der CSI Basel mein erstes Turnier als Nummer 1 ist, ist umso schöner.» Zum anderen gewann Fuchs den Basler Wettkampf 2018 und 2019 und ist somit zum zweiten Mal Titelverteidiger.
Da der CSI Basel erst seit der vorjährigen Austragung Weltcup-Status besitzt, ist Fuchs somit erster Weltcup-Sieger an seinem deklarierten Lieblings- und Heimturnier. Zudem war Fuchs vor zwei Jahren der erste Schweizer überhaupt, der den CSI Basel gewinnen konnte. «Speziell war es nicht, weil ich der erste Schweizer war, sondern weil es allgemein toll war, hier zu gewinnen. Ich war immer gut in Basel, mit Clooney zu siegen, war immer ein grosses Ziel.»

