Zum Abschluss musste er zuschauen. Als in Bischofshofen am Montag das letzte Springen der Vierschanzentournee stattfand, war Dominik Peter nicht dabei. Der Fischenthaler verpasste die Qualifikation als 54. um vier Ränge. Als er nach 115,5 Metern landete, wusste er, dass es wohl nicht reichen würde. Mit dem Trainingssprung auf 124,5 Meter hätte es gereicht. «Ich bin schlicht zu spät abgesprungen», sagt Peter. Seine Premiere an der Tournee endete deshalb einen Tag zu früh.
Mit seinen 18 Jahren und der Erfahrung aus noch nicht einmal einer ganzen Weltcup-Saison ist nur schon das Aufgebot für die Tournee ein Erfolg. Das weiss Peter. «Ich konnte sogar die ganze mitmachen, das durften noch nicht viele.» Und doch: Diese Erfahrung allein ist für ihn kein Grund zur Glückseligkeit. Zwar sei er «im Grossen und Ganzen zufrieden» – aber die Tournee sei für ihn nicht nach Wunsch verlaufen. «Ich hatte mir mehr vorgenommen. Ich wollte die Sprünge zeigen, die ich eigentlich draufhabe.»
Dass ihm dies nicht gelang, hat nichts mit der Tournee zu tun. Seit Wochen pröbelte Peter mit dem Material. «Der Schwerpunkt geht mir verloren», sagt Peter. Er sollte auf dem Vorfuss liegen – das gelingt ihm derzeit nicht. Die Folge: Die Ski klappen zu nahe an den Körper. «Bei den Besten sind fünf Meter nach dem Tisch die Ski parallel zum Körper. Ich hingegen stehe manchmal im Wind.»
Es sind solche Details, die im Skispringen mitunter die entscheidenden Meter ausmachen – und für das richtige Fluggefühl sorgen. Bisher fand Peter hier den optimalen Mittelweg nicht.
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