Ein wichtigeres Rennen hat Randy Krummenacher in seiner Karriere noch nie bestritten. Am Samstag kann der Oberländer aus dem Grüt in Katar den Weltmeistertitel in der Supersport-Klasse holen. Als WM-Leader reist der 29-Jährige in das Emirat am persischen Golf.
Seit dem ersten Saisonrennen liegt Krummenacher an der Spitze des Klassements. Komfortable 22 Punkte betrug sein Vorsprung zwischenzeitlich. Nun sind es noch immer acht Zähler auf seinen Teamkollegen und grössten Rivalen Federico Caricasulo.
«Ich brauchte das, um sicher zu sein, dass ich mental für Katar zu 100 Prozent bereit bin.»
Randy Krummenacher
Die Rechnung ist für Krummenacher damit ziemlich einfach: Ein zweiter Rang reicht ihm in jedem Fall zum Titel. Er kann als einziger aus eigener Kraft Weltmeister werden. Sein Schicksal liegt in seinen Händen. So scheint es zumindest.
Doch zuletzt in Argentinien geschahen Dinge, die ihn daran Zweifeln liessen. Krummenacher enervierte sich nach seinem 7. Rang (Caricasulo wurde Fünfter) über seinen Motor und fühlte sich gegenüber seinem Teamkollegen im Nachteil, obschon beide Fahrer ein neues Aggregat erhielten.

