«Pfanni» bleibt im Aufwind
Die Formkurve dieser zwei Oberländer Erstligisten zeigt definitiv in verschiedene Richtungen. Aufsteiger Laupen ist nach einem gelungenen Saisonauftakt in ein Zwischentief geraten. Drei Niederlagen am Stück bei 29 Gegentoren lautet die jüngste Bilanz. Das Abrutschen auf den vorletzten Platz ist die Folge davon.
NLB-Absteiger UHC Pfannenstiel hat derweil nach lauter Niederlagen in den ersten drei Runden den Tritt gefunden, seither immer gewonnen und sich auf den vierten Platz hochgearbeitet.
«Vor allem die Powerplay-Tore ebneten uns den Weg zum Sieg.»
Thomas Huber, UHC Pfannenstiel
Das Direktduell gegen Laupen in der sechsten Runde entschied «Pfanni» klar 10:2 für sich, wobei die Partie mehr als 30 Minuten lange offen war. Spätestens nach dem 6:2 zu Beginn des Schlussabschnitts war der Widerstand der Laupner dann aber gebrochen.
Pfannenstil zeigte trotz dem deutlichen Sieg keine überragende, aber zumindest eine solide Leistung. Grosser Pluspunkt des Gastgebers war das Überzahlspiel. Das strich auch Doppeltorschütze Thomas Huber heraus. «Vor allem die Powerplay-Tore ebneten uns den Weg zum Sieg.»
Plötzlich in Spiellaune
Der UHC Pfannenstiel startete aufgrund verschiedenster Ausfälle mit nur zwei Linien ins Spiel. Das Heimteam verzeichnete dennoch einen idealen Auftakt und liess den Ball mehrheitlich in den eigenen Reihen zirkulieren. Vorerst fehlte «Pfanni» aber die Effizienz, sodass der NLB-Absteiger nach 20 Minuten nur 2:1 vorne lag.
Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste hatte Joel Kindlimann nach einem Konter erzielt. Laupen zeigte seine Qualitäten bei schnellen Gegenangriffen auch im zweiten Drittel. Luginbühl schloss in der 29. Minute einen mustergültig vorgetragenen 3 gegen 1 Konter erfolgreich ab. Laupen reagierte damit umgehend auf das zuvor kassierte dritte Gegentor.
Bis zum Ende des Mittelabschnitts aber traf der UHC Pfannenstiel noch zweimal in Überzahl und spurte somit Richtung Sieg ein. Erst erzielte Weber nach einer schönen Kombination aus dem Slot heraus das 4:2. In der 36. Minute war es dann Luchsinger, der nach einem Bogenlauf auf 5:2 erhöhte.
Das Gehäuse hilft mit
Mit dem Dreitore-Vorsprung im Rücken stand Pfannenstiel in der Defensive sicher. Und weil sich das Heimteam nun in bester Spiellaune zeigte, erarbeitete es sich Chance um Chance.
Die Auswirkungen davon waren für die Laupner unangenehm: Innerhalb kurzer Zeit schraubte «Pfanni» das Skore auf 10:2. Kyburz machte dabei in der 55. Minute das «Stängeli» perfekt. Sein Schuss fand den Weg via Posten ins Gästetor. (zo/cma)
Spielabbruch nach Verletzungspause
Das Erstligaspiel der 6. Runde zwischen Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf (UBN) und dem Aufsteiger Glattal Falcons ging vorzeitig zu Ende. Grund für den Spielabbruch beim Stand von 1:0 für die Gäste war die schwere Verletzung, die sich UBN-Verteidiger Christian Huber zugezogen hatte. Gemäss Informationen des UBN-Sportchefs Andreas Schneider prallte Huber nach einem plötzlichen Richtungswechsel hinter dem eigenen Goal mit zwei Gegenspielern zusammen. Und weil beide unglücklich mit vollem Gewicht auf seinen Fuss fielen, erlitt der 31-Jährige einen schmerzhaften Bruch.
Die aufgebotene Ambulanz war zwar schnell vor Ort. Aber bis Huber versorgt war, vergingen mehr als die im Reglement für einen Unterbruch vorgesehenen zehn Minuten plus eine vorgezogene Drittelpause. «Ausserdem war unseren Spielern und auch den Falcons, von denen viele Huber gut kennen, nicht nach Weiterspielen zumute», schilderte Schneider. Die Schiedsrichter hätten darum nach Absprache mit den Verantwortlichen beider Teams entschieden, die Partie abzubrechen. Das Datum für deren Wiederholung steht noch nicht fest.
Christian Huber wurde am Sonntag im Kantonsspital Winterthur operiert, wohin die Notfall-Ambulanz ihn gebracht hatte. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, berichtete Schneider. «Aber er wird mit Sicherheit noch lange ausfallen.» (pew)

