Laupen rüttelt am Meister
Um ein Haar hätten die Laupner NLA-Frauen den Plan ihres Trainers ein erstes Mal erfolgreich umgesetzt. «Wir wollen die vorderen Teams des Öfteren ärgern», hatte Yves Kempf vor Beginn der zweiten Saison des UHC Laupen in der höchsten Liga als Ziel ausgegeben.
4:0 führten die Laupnerinnen in der 3. Runde gegen Schweizermeister Kloten-Dietlikon zwischenzeitlich, am Ende aber standen sie nach der 5:6-Niederlage mit leeren Händen da.
Es war eine sehr schmerzhafte Niederlage aus Sicht der Oberländerinnen. Das Spiel aber zeigte ihnen auch: Gelingt es ihnen, ihre Defensive weiter zu verbessern und nehmen sie weniger Strafen, dürfte der erste Sieg gegen ein Topteam nur eine Frage der Zeit sein.
Es läuft zu Beginn wie am Schnürchen
Die Kloten-Dietlikon Jets brauchten in Laupen jedenfalls eine Leistungssteigerung ihrer zahlreichen Nationalspielerinnen und spielten aber dem 2. Drittel nur noch mit zwei Linien. Zu diesem Zeitpunkt führte Laupen überraschend 3:0.
Andrea Wildermuth (5.) nach einem Konter und Vanessa Knapp (17.) per Backhand hatten vorgelegt, ehe eine Gästespielerin auch noch einen Schuss von Knapp ins eigene Tor ablenkte.
Für die Laupnerinnen kam es noch besser – Sabrina Aerne schloss in der 23. Minute eine Freistossvariante zum 4:0 ab. In der Folge rückte der grosse Favorit die Verhältnisse aber innert elf Minuten wieder zurecht.
Zu Beginn des Schlussdrittels ging Laupen nochmals in Führung. Die Schwedin Alice Granstedt glich aber postwendend zum 5:5 aus. Und in Unterzahl kassierte der Gastgeber letztlich das entscheidende 5:6. (zo)

