Sie gehört zwar als 21-Jährige noch nicht zum alten Eisen, aber doch schon zu den Teamältesten. So jung Stefanie Siegenthaler ist, so erfahren ist die Bertschikerin mittlerweile. Die WM in Stuttgart nächste Woche ist für die Oberländerin bereits die sechste internationale Meisterschaft bei der Elite. An je drei WM und EM hat sie bereits teilgenommen.
«Ich weiss, wie so etwas abläuft», sagt sie, «unterdessen gehe ich ruhiger an solche Anlässe und kann es auch mal geniessen, anderen Turnerinnen zuzuschauen.» Früher sei das ganz anders gewesen. «Da war ich verschlossen, nahm die Arena gar nicht wahr.»
Die verlässliche Nummer 3
Wahrgenommen wird im Schweizer Kunstturnen von der breiten Öffentlichkeit fast nur Giulia Steingruber. Doch hinter der Teamleaderin hat sich neben Ilaria Käslin auch Siegenthaler zur verlässlichen Kraft entwickelt.
Sie gilt als Nummer 3 im Schweizer Team und geniesst den Ruf einer Athletin, die mit Konstanz und soliden Darbietungen zu überzeugen vermag. «Ich konnte mich bei den Trainern hocharbeiten», sagt Siegenthaler. «Sie wissen, wie ich ticke und wie sie mich einsetzen können.»

