Lynn Genhart tritt zurück
Sie ist zwar erst 17 Jahre jung – dennoch zieht Kunstturnerin Lynn Genhart aus Wangen per sofort einen Schlussstrich unter ihre Spitzensport-Karriere. Genhart war seit 2017 Mitglied des Schweizer Nationalkaders.
«Die Chemie hat nicht gestimmt.»
Lynn Genhart
Genhart sagt, sie habe in den vergangenen Monaten festgestellt, dass das Trainingsumfeld im Verbandszentrum Magglingen für sie persönlich nicht das Richtige sei. «Die Chemie hat nicht gestimmt und ich konnte mich in Magglingen sportlich nicht so weiterentwickeln, wie ich es mir gewünscht hätte», äussert sie sich in einer Medienmitteilung des Verbands.
Dies hatte zur Folge, dass sich ihre Ziele in den letzten paar Monaten veränderten. «Schweren Herzens habe ich mich entschieden, meinen Rücktritt vom Spitzensport zu geben. Der Entscheid ist mir nicht leicht gefallen.»
Gespannt darauf, was kommt
Vor zwei Jahren belegte Genhart an der EM im rumänischen Cluj-Napoca den 15. Rang im Mehrkampf. Bei den Juniorinnen gewann sie 2016 an der Heim-EM in Bern die Silbermedaille im Mehrkampf, erreichte Rang 5 am Stufenbarren sowie Rang 6 mit der Mannschaft.
2018 erlitt Genhart bei einem Trainingssturz vom Schwebebalken eine Brustwirbelfraktur und verpasste dadurch die EM in Glasgow. Die Verletzung ist gut verheilt und die Wangemerin wieder 100 Prozent fit.
«Das Turnen war eine Lebensschule», sagt die 17-Jährige. «Ich bin gespannt, was mich in der Zukunft alles erwarten wird.» (ome)

