Laupen findet schnell den Tritt
Die NLA-Frauen des UHC Laupen gewinnen das erste Saisonspiel gegen Zug United 6:2. Ab dem zweiten Drittel konnten die Weichen zum Sieg mit dem Führungstreffer zum 2:1 gelegt werden. Danach wurde die Führung stetig ausgebaut.
« Bei der Chancenverwertung haben wir noch Luft nach oben. »
Yves Kempf, Trainer UHC Laupen
«Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen», sagte Trainer Yves Kempf. «Defensiv war es eine gute Leistung. Bei der Chancenverwertung haben wir noch Luft nach oben. Aber am Ende war es ein diskussionsloser Erfolg.»
Beide Teams starteten zunächst noch etwas verhalten in die Meisterschaft. Laupen gelang es aber zu Beginn besser, sich in der gegnerischen Zone festzusetzen, und kam auch zu einigen Abschlüssen. Das erste Tor gelang jedoch dem Gast aus Zug – als ausgerechnet die ehemalige Riders-Angreiferin Malin Brolund in der 9. Minute eine 2:1-Situation erfolgreich abschloss.
Der schnelle Ausgleich
Die Reaktion der Oberländerinnen liess aber nicht lange auf sich warten. Nur gerade acht Sekunden später war es nämlich Sina Hofmann, die das Resultat wieder gleichstellte.
Während die Zugerinnen im Startabschnitt aus einer Überzahlsituation keinen Profit ziehen konnten, nützte Laupen gleich zu Beginn des Mitteldrittels eine Strafe (die Gäste waren zu spät aus der Garderobe gekommen) eiskalt aus. Andrea Wildermuth bediente Sina Hofmann mit einem Querpass mustergültig – 2:1 (22.). Das Team von Yves Kempf war nun am Drücker – weitere Treffer blieben aber (vorerst) aufgrund der Schwächen im Abschlussbereich noch aus.
Das Skore ausgebaut
Dies änderte sich im Schlussdrittel. Wildermuth schnappte sich in der 45. Minute den Ball und lancierte sogleich die schnelle Tamara Fritschi, die eiskalt zum dritten Mal für Laupen traf. Nur wenig später war es Neuverpflichtung Vanessa Kapp, die sich einen ersten Assist auf ihr Habenkonto gutschreiben konnte. Ihre Vorlage verwertete nämlich Yara Hofmann zum 4:1 (49.). Zug gab sich noch nicht auf und stellte im Anschluss eines Time-outs nach einer Freistossvariante – erneut durch Brolund – den alten Torabstand wieder her.
Gefährlich wurde es in der verbleibenden Zeit trotz einer weiteren Strafe gegen Laupen aber nicht mehr. Im Gegenteil: 20 Sekunden vor Schluss gelang Andrea Wildermuth mit ihren bereits vierten Punkt das 5:2, und unmittelbar vor der Schlusssirene trug sich auch noch Genta Behluli in die Skorerliste ein.
Auf die Laupnerinnen warten nun mit Piranha Chur und Kloten-Bülach Jets in den nächsten Wochen aber härtere Knacknüsse. Gegen die beiden Ligadominatorinnen hatte es in der NLA-Debütsaison regelmässig heftige Niederlagen abgesetzt. Kloten-Bülach missglückte allerdings der Meisterschaftsauftakt ziemlich überraschend. (zo)

