Vanessa Possberg strahlt, und als erste Gratulantin empfängt sie Lilly Nägeli. Die 16-Jährige war am Vortag an den Leichtathletik Schweizer Meisterschaften in Basel im Elite-Final gegen Delia Sclabas und Co gelaufen. Jetzt unterstützt sie zusammen mit LC-Uster-Trainer Marco Rancan ihre Trainingskollegin.
Possberg weiss den Support zu schätzen. Zumal es sich bei den 750 m Schwimmen, 19 km Velo und 5 km Laufen um ein spezielles Rennen handelte. Weil in Uster keine Prüfung der Nation League im Programm figurierte, mass sich Possberg im Sprint – mit Einzelstart. «Entgegen den üblichen Wettkämpfen ging es hier nicht Frau gegen Frau, sondern darum, dich selber immer zu pushen.»
Sehr gut geglückt sei ihr dies, befand die 16-Jährige aus Fehraltorf nach den gut 66 Wettkampfminuten. Und sie hielt fest: «Wie sich schon in anderen Jahren gezeigt hat, komme ich je länger die Saison dauert, desto besser in Form.» Im Greifensee kam sie gut voran und konnte kraftvolle Schwimm-Züge durchziehen. Auf dem Velo fuhr sie druckvoll und hatte die Gelegenheit von einem Mitkonkurrenten zu profitieren. Und «das Laufen dünkte mich wie immer super».
Bis sie aber die Gewissheit hatte, wozu die Leistung reichen würde, musste Possberg noch lange warten. Am Mittag aber war klar: «Es hat gereicht.» Nicht nur als U18-Siegerin dufte sie sich feiern lassen, sondern als Sprint-Beste überhaupt.
Internationale Erfahrung

