Das Leben von Neal Woernhard ist alles andere als ruhig. Der Juni des Illnauer Golfers begann mit einem Turnier in Südafrika. Dann reiste er in die Schweiz, spielte drei Turniere in Domat/Ems, bei seinem Heimclub Breitenloo und in Crans-Montana. Und seit Montag steht er bereits wieder in Südafrika auf dem Golfrasen.
«Das ist die stressigste Phase, die ich jemals hatte», sagt der 23-Jährige, als er während einer längeren Fahrt ins Training über seine Karriere spricht. In dieser hat er einen wichtigen Schritt hinter sich: Seit Anfang Jahr ist Woernhard Golfprofi.
Statusänderung statt grosser Sprung
Damit setzte der Illnauer um, was er sich im letzten Jahr vorgenommen hatte. Der Sprung zu den Profis ist allerdings kein Sprung im eigentlichen Sinn. Woernhard spricht von einer Statusänderung. «Man muss das Level haben und sich als Profi anmelden», sagt er lapidar – als wäre es das Einfachste der Welt.
Grösser ist eine Veränderung, die nicht ausschliesslich, aber auch auf den Profistatus zurückzuführen ist. Woernhard verbringt sehr viel Zeit in Südafrika. Er will sich dort an die nächste Stufe herantasten. Der Illnauer probiert sich für die Sunshine Tour zu qualifizieren, eine von sechs Profi-Turnierserien, das Pendant zur European Tour. Letztere wäre zwar für einen Schweizer naheliegender, hier ist die Konkurrenz aber grösser.

