Gmelin verpasst die Titelverteidigung
Am Ende machte Jeannine Gmelin noch Boden gut. Doch gegen Sanita Puspure fand die Ustermerin im EM-Final kein Rezept. Die Irin hatte von Beginn weg ein hohes Tempo angeschlagen. Gmelin startete wie üblich verhalten und steigerte im Mittelabschnitt die Pace. Die übrige Konkurrenz hielt die Titelverteidigerin damit zwar in Schach. Puspure aber hatte sich auf der ersten Streckenhälfte einen Vorsprung von mehr als einer Bootslänge herausgearbeitet.
Im Ziel lag Gmelin noch knapp eine Sekunde hinter der 37-jährigen Irin. An der WM im letzten Jahr hatte Puspure noch fünf Sekunden vor Gmelin gewonnen.
Für die Ustermerin war die Heim-EM der erste grosse Wettkampf, seit sie nach einem Zwist mit dem Verband die Saison mit einem Privatteam und Coach Robin Dowell bestreitet. Der erste Saisonhöhepunkt ist nun vorbei, der Fokus gilt aber den Weltmeisterschaften im August, wo es auch um die Olympia-Qualifikation gehen wird.
Copes & Co. ohne Chance
Für den Gutenswiler Linus Copes endete die Heim-EM im Doppelvierer mit dem sechsten und letzten Rang im B-Final. Copes und seine Teamkollegen Pascal Ryser, Kai Schätzle sowie Scott Bärlocher hatten sich via Hoffnungslauf für den Halbfinal qualifiziert. Dort waren die jungen Schweizer aber chancenlos und wurden abgeschlagen Letzte. Im B-Final gelang ihnen keine Steigerung mehr.

