Es ist ein Ort, der dem Besucher das Gefühl geben kann, dass hier die Zeit stehengeblieben ist. Seit 1912 gibt es die offene Rennbahn in Oerlikon. Die 333,3 Meter lange Bahn hat glorreiche Zeiten erlebt, in jüngerer Vergangenheit drohte ihr aber bisweilen ein Schicksal als Parkplatz – oder gar der Abriss. Seit 2003 allerdings herrscht dank der IG Offene Rennbahn (IGOR) wieder regelmässig Rennbetrieb auf der historischen Sportstätte.
Für Lukas Rüegg gehören Starts am Dienstagabend ins Rennprogramm – wenn es sich einrichten lässt. Der 22-Jährige Madetswiler ist neben Nico Selenati (Wolfhausen) einer von zwei Oberländern mit Bahn-Nationalmannschaftsstatus.
«Klar ist sie alt, aber sie hat einen eigenen Charakter.»
Radfahrer Lukas Rüegg
Mehrere Weltcup-Starts hat Rüegg schon hinter sich. Während der Sommermonate legt er den Fokus zwar eher auf die Strasse, wo er seit dieser Saison im Continental-Team Swiss Cycling Academy fährt. Für ihn sind die Starts auf der Bahn somit auch eine willkommene Abwechslung im Training.
«So kann ich einmal pro Woche den Bahntritt mitnehmen, um ihn nicht zu verlieren. Es ist wie eine eher kürzere, dafür intensive Trainingseinheit. So geht die Spritzigkeit nicht verloren.»

