Neuerdings dürfen die Topteams in der Unihockey-NLA der Frauen ihre Playoff-Gegner auswählen – und schlimmer hätte es den UHC Laupen nicht treffen können. Ausgerechnet Qualifikationssieger Chur entschied sich für die Laupnerinnen.
Im alten Modus wären sie als Tabellensiebte auf die zweitplatzierten Kloten-Dietlikon Jets getroffen, Chur hätte gegen Zug United gespielt. Die Churerinnen aber entschieden sich für jenen Gegner, der ihnen in der Qualifikation zweimal ein «Stängeli» bescherte. 1:10 und 1:12 lautete die vernichtende Bilanz aus Laupner Sicht.
«Unser Ziel muss es sein, dass Chur uns in der nächsten Saison nicht mehr als Gegner auswählen will.»
Trainer Yves Kempf
«Wir hatten alle damit gerechnet, dass Chur uns wählt», sagt Laupens Trainer Yves Kempf. Die Bündnerinnen seien bei den Siegen in der Qualifikation «vielleicht im zweiten Gang» unterwegs gewesen. «Wir haben nicht 15 Spielerinnen, die dort spielen könnten, sondern vielleicht zwei oder drei.»
Illusionen, man könne die Churerinnen, die sechs der letzten sieben Meistertitel holten, tatsächlich in einer Best-of-5-Serie ein Bein stellen, macht sich in Laupen niemand. «Wir müssen über uns hinauswachsen», sagt Kempf – und macht eine Kampfansage im Wortsinn: «Wir müssen unbequem und aufsässig sein. Unser Ziel muss es sein, dass Chur uns in der nächsten Saison nicht mehr als Gegner auswählen will.»

