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Präsident des FC Fehraltorf tritt zurück

Eine modernisierte Website, neue Garderoben: Beim FC Fehraltorf hat sich während der Amtszeit von Präsident Kurt Glaus viel getan. Trotzdem tritt er dieses Jahr zurück. Er habe den Club nicht mehr so führen können, wie er gerne gewollt hätte.

Präsident des FC Fehraltorf tritt zurück

«Die Situation war für mich so nicht mehr tragbar. Also entschied ich, das Amt des Präsidenten abzugeben», sagt Kurt Glaus mit einem Seufzen. Der 55-Jährige tritt nach vier Jahren als Präsident des Fussballclubs Fehraltorf auf die Generalversammlung im September hin  zurück.

Ein Entscheid, der ihm zwar schwer gefallen sei, sich aber schon länger abgezeichnet habe. «Schon beim Antritt war die Vereinbarung meines beruflichen Engagements und der Vereinsführung ein Hindernis. Ich musste immer kämpfen, alles unter einen Hut zu kriegen», sagt Glaus, der auch als CEO seiner Firma Idiag AG  fungiert. Jetzt habe sich die Situation zugespitzt. «Aufgrund von geschäftlichen Terminen und Aufgaben kann ich den Fussballclub nicht so führen, wie ich es gerne möchte.» Er habe lange Pro und Contra abgewogen. Schliesslich haben aber die Contra-Argumente überwogen. «Ich musste Prioritäten setzen.»  

Einen nachhaltigen Verein schaffen
Nichtsdestotrotz wird Kurt Glaus den FC Fehraltorf in bester Erinnerung behalten. «Wir sind ein sehr gut aufgestellter und gesunder Verein. Das macht mich stolz.» Die Ressortaufstellung sei eine der ersten Veränderungen gewesen, die Glaus bei seinem Amtsantritt 2015 vornahm. «Damals lasteten alle Vorstandsaufgaben praktisch auf den Schultern zweier Personen. Es war mein Ziel, den Verein breiter abzustützen.»

In Folge dieser Umstrukturierung musste der gesamte Daten- und Mitgliederstamm des FC Fehraltorf überarbeitet werden. Auch die Website wurde modernisiert. «Ich wollte, dass der Verein nachhaltig ist. Unser Konzept soll auch in Zukunft funktionieren.» 

«Ich musste Prioritäten setzen.»

Kurt Glaus, Noch-Präsident FC Fehraltorf

Eine Vorstellung, die Glaus auch heute noch vertritt. Das zeigt das Umbauprojekt der Spielergarderoben «Die alten entsprachen nicht mehr dem heute geforderten Niveau. Wir mussten teilweise zwei Mannschaften in eine Kabine  schicken und die Mädchen mussten sich in der Schiedsrichtergarderoben umziehen.»

Eine kurze Zeit bereitete das Projekt dem FCF jedoch finanzielle Sorgen: Die Sponsorensuche letzten Sommer lief nicht wie gewünscht, ein entsprechender Anlass musste abgesagt werden (wir berichteten). Das Problem konnte jedoch gelöst werden. «Wir gingen individuell auf mögliche Geldgeber zu und konnten Verträge abschliessen.» Es mussten also, wie einst angetönt, doch keine Mitgliederbeiträge erhöht oder Trainingslager abgesagt werden, um die neuen Garderoben finanzieren zu können. «Darüber sind wir alle sehr froh. Umso mehr freuen wir uns, die Kabinen ab der nächsten Saison in Betrieb zu nehmen.»

Der Nachwuchs ist gesichert
Nicht nur auf der Vorstands-, auch auf der Spielerebene tat sich laufend etwas. Aktuell stellt der FC Fehraltorf bei den Aktiven drei Teams, je eines in der dritten, vierten und fünften Liga. Auch der Nachwuchs, «der wichtigste Teil eines Dorfvereins», sei gesichert. «Wir trainieren momentan in jeder Altersklasse ein Team, Buben und Mädchen gemischt», so Glaus.

Kurt Glaus, FC Fehraltorf

Trotz dieser guten Voraussetzungen für den FC Fehraltorf bedauert der Präsident, kein aktives Damenteam im Verein zu haben. «Bis  zur laufenden Saison stellten wir zusammen mit Pfäffikon eine Frauenmannschaft. Es gab dann einige Abgänge – seither gibt es zu wenig Spielerinnen.» Glaus glaubt, die Abgänge seien diversen Gründen geschuldet. «Kinder, Heiraten oder neue berufliche Wege, all diese Dinge beeinflussen das Interesse am Fussball.» Ein Wandel, der nicht überraschend, trotzdem aber schade sei. 

Nachfolger noch unbekannt
Sechs Monate bleibt Kurt Glaus noch Präsident des FC Fehraltorf.  In dieser Zeit möchte er laufende Pendenzen abschliessen und sich auf die Suche nach einem Nachfolger konzentrieren.

Es sei ihm klar gewesen, dass es auch die Möglichkeit eines kurzfristigeren Rücktritts gegeben hätte. «Das wäre jedoch dem Verein gegenüber nicht fair gewesen. Wir, also der Vorstand und ich, brauchen eine gewisse Zeit, um uns für eine Nachfolge zu entscheiden.» In Frage kommende Kandidaten gebe es bisher noch keine. «Ich hoffe das ändert sich bis Anfang September noch», sagt Glaus mit einem Schmunzeln. 
 

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