Wer seine Website besucht, den beschleicht das Gefühl, Kai Mahler sei längst zurückgetreten. Die letzte Meldung datiert vom 2. Februar 2018. «Kein Ticket für Olympia» lautet der Titel. Und klickt man auf das Menü «Where is Kai?», dann erfährt man, dass der Fischenthaler vor fünf Jahren in Sotschi war – aktuellere Einträge gibt es nicht.
Doch der Eindruck täuscht. «Ja, die Website», sagt Mahler, «sie lief über Red Bull, und ich bin seit zwei Jahren nicht mehr bei Red Bull». Man habe sie einfach so belassen, «sie hatte nicht mehr viele Zugriffe.» Ohnehin seien Social-Media-Kanäle heutzutage wichtiger – hier setzt Mahler vor allem auf Instagram. Über 17’000 Abonnenten hat sein Kanal, auf dem er in erster Linie Videos postet – eines davon wurde schon über 120’000 Mal angeklickt. Nach einem Konzept geht Mahler nicht vor – er postet, was ihm gefällt und wann es ihm gefällt.
Das scheint für die ansonsten exzentrisch anmutende Freestyle-Szene etwas gar zurückhaltend – doch das ist Mahler nur bedingt. Denn was seine sportlichen Ambitionen anbelangt, gibt er sich ehrgeizig. An der WM in Park City Anfang Februar will er in der Disziplin Big Air aufs Podest – sprich: eine Medaille holen.
Der Griff vor dem Absprung

