35, 33, 25, 36, 33, 33. Die Ränge von Gilles Roulin in den ersten sechs Speed-Rennen des Weltcupwinters sind nicht das, was sich der Grüninger vorgestellt hatte. Und sie sind nicht das, was er in seiner Debütsaison gezeigt hatte.
Damals fuhr er in jedem dieser sechs Rennen in die Punkte, hatte zum selben Zeitpunkt bereits 101 Zähler (heute 6) auf dem Konto und startete jeweils mit einer Startnummer knapp ausserhalb der Top 30. Nun hingegen geht er zwar in den Top 30 ins Rennen, droht diesen Startplatz aber zu verlieren. Bereits in Bormio nächste Woche könnte dies der Fall sein, wenn auch vorerst nur im Super-G.
Auf der Suche nach Gründen statt nach Ausreden
Es versteht sich von selbst, dass Roulin nicht gerade euphorisch klingt, wenn er über seinen Saisonstart spricht. «Er war schlecht, er ist mir missglückt», sagt der Grüninger. Und es passt zu ihm, dass er auf die Frage nach den Gründen keine pfannenfertige Antwort parat hat. «Es hat einiges nicht so gestimmt, ich habe einiges nicht so gut gemacht.» Die Aussage heisst auch: Roulin gibt sich nicht mit einer simplen Begründung zufrieden, denn das sähe so aus, als suche er Ausreden.
Beispielsweise sagt er, ihm habe «ein, zweimal die Lockerheit am Start gefehlt». Roulin möchte dies aber nicht ausschliesslich auf die Verarbeitung des Unfalltodes seines guten Freundes und Teamkollegen Gianluca Barandun abschieben. Auch mit dem schweren Sturz von Teamkollege Marc Gisin am Samstag in Val Gardena musste Roulin umgehen, er ging zwei Nummern nach Gisin ins Rennen.

