Kanada, Schweden, Basel, wieder Kanada, Biel, Bern, China, Schottland, Thun: Elena Stern und ihr Curlingteam haben eine reiseintensive Saison vor sich – respektive stecken bereits mittendrin. Nach drei Turnieren in der kanadischen Provinz Ontario und einem in Schweden führte der erste heimische Auftritt in der Schweiz gleich zum Triumph: Die Adetswilerin und ihre Teamkolleginnen gewannen das Women’s Masters in Basel.
Es war eine Premiere im doppelten Sinn. Zum einen war es für das Quartett der erste Turniersieg auf der internationalen Frauentour. Zum andern war es der erste Erfolg überhaupt für den CC Oberwallis. Seit dieser Saison spielt das Team Stern unter der Flagge des in Brig beheimateten Klubs und nicht mehr im Namen des CC Wetzikon.
Weshalb der Wechsel? «Klubs sind oft nicht sehr naheliegend», sagt Stern, «es war mehr oder weniger ein Zufall». Sie ist selber im CC Wetzikon gross geworden, «mein Herz wird ein Stück weit auch immer in Wetzikon bleiben», sagt sie. Der Wechsel habe aber für beide Seiten Sinn gemacht. «Wir erhalten finanzielle Unterstützung und emotionalen Support – in Basel war der Präsident im Publikum», sagt Stern. Im Gegenzug leiten die Curlerinnen Kurse, «wir zeigen uns und wollen dem Klub etwas zurückgeben».
Ihre Trainingsbasis ist aber nicht Brig, «wir haben als Team auch nicht wirklich in Wetzikon trainiert». Stern und ihre Teamkolleginnen, die aus dem Berner Oberland und dem Mittelland stammen, trainieren meist im nationalen Leistungszentrum in Biel.
Mehr Budget, grösserer Aufwand

