Was vor 40 Jahren mit 15 Teilnehmern als Herausforderung unter Verwegenen begann, ist zum Mythos geworden: Rund 2500 Athleten begaben sich am Samstag auf die legendäre Ironman-Strecke in Kailua-Kona auf der Hauptinsel von Hawaii. 3,8 Kilometer schwimmend, 180 km velofahrend und 42,2 Kilometer rennend legten sie zurück.
Bejubelt wurden am Ende die Sieger Patrick Lange und Daniela Ryf. Doch die Pro-Athleten sind nur ein ganz kleiner Teil einer grossen Masse. Vielen davon geht es nicht um eine möglichst gute Platzierung, sondern um das Erlebnis an sich.
Zu Letzteren gehört Mischa Welter. Der 46-jährige Mönchaltorfer ist einer von 63 Schweizer Age-Group-Athleten, die sich für die Ironman-WM qualifizierten. In der Altersklasse 45-49 belegte er den 179. Rang, overall den 1193. Platz – doch eben, darum ging es ihm nicht. «Weder Rang noch Zeit standen im Vordergrund. Ich wollte es einfach heimbringen, das Rennen erleben, all die Emotionen erleben», sagt Welter.
«Ich wollte es einfach heimbringen, das Rennen erleben, all die Emotionen erleben.»
Mischa Welter
Seine Emotionen sind hörbar positiv – auch wenn der Mönchaltorfer seine Erzählungen mit dem Satz beginnt: «Es war knüppelhart». Doch das gehört an einem Ironman-Wettkampf dazu – insbesondere auf Hawaii. Denn die klimatischen Bedingungen sind dort extremer als anderswo. Temperaturen von über 35 Grad gehören genauso dazu wie starke böige Winde und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

