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«Ich wusste: Wenn ich keinen Seich mache, dann legt er einen Nuller hin.»

Am Sonntag gewann Martin Fuchs WM-Silber – und hatte seither fast keine ruhige Minute. Der Bietenholzer im Gespräch über seinen Erfolg, sein Nervenkostüm und seine weiteren Pläne.

Vom Grosserfolg zurück in den Alltag: Für Martin Fuchs war das ein Übergang fast ohne Erholungszeit. Nur auf dem Flug aus der USA zurück in die Schweiz hatte der aus Bietenholz stammende WM-Silbermedaillengewinner etwas Freiraum. Danach ging es Schlag auf Schlag – Empfang am Flughafen, Empfang im thurgauischen Wängi, wo Fuchs lebt, Medientermine – und viel Arbeit auf dem heimischen Hof. Im Gespräch ist dem 26-jährigen die Hektik nicht anzumerken – die Freude über den grossen Erfolg vom letzten Sonntag überwiegt.

Martin Fuchs, Ihr WM-Silbermedaillengewinn ist nun schon bald eine Woche her. Wie ordnen Sie den Erfolg mit etwas Abstand ein?
Martin Fuchs: Es ist ein sehr spezielles Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich Vize-Weltmeister bin. Es macht mich stolz, dass ich in meinem jungen Alter etwas erreichen konnte, was es noch nie gab. Speziell ist auch, dass ich aus einer Reiterfamilie stamme und selber miterlebt habe, dass wir nie wirklich gut waren an einer WM. Dass es jetzt ausgerechnet bei mir klappte, ist umso schöner.

Stört Sie der Zusatz «Vize-»?
(lacht) Nein, überhaupt nicht. Ich freue mich sehr über die Silbermedaille.

Gab es einen Moment, wo Sie sich bewusst wurden, was Sie erreicht haben?
Nein, der Erfolg wurde mir Schritt für Schritt bewusst, an der Pressekonferenz, beim Dopingtest oder als ich nach der Preisverteilung aufs Handy schaute. Da hatte ich schon etwa hundert Nachrichten erhalten, insgesamt waren es ungefähr 300. Ich weiss nicht einmal mehr, von wem die erste Nachricht kam.

Hatten Sie und Bronze-Gewinner Steve Guerdat überhaupt schon Gelegenheit, die Medaille in Ruhe zu feiern?
Nein, nicht wirklich. Aber am Sonntag habe ich frei, und am Montag geht es für vier Tage nach München ans Oktoberfest – Steve wird auch dabei sein. Da haben wir Zeit, um zu geniessen und zu feiern.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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