Im Motorsport geht es vor allem um Timing. Wer schnell sein will, muss den richtigen Moment erwischen – zum Anbremsen, zum Eindrehen, zum Herausbeschleunigen, zum Angreifen. Er muss im richtigen Moment am richtigen Ort sein und dort das Richtige tun – sei es auf oder neben der Strecke.
Für den Laupner Rennfahrer Mauro Calamia waren es in den vergangenen Jahren meistens die Dinge neben der Strecke, die nicht ganz stimmten. 2017 etwa, als er für Solaris Motorsport fuhr, wurde er zu oft Opfer technischer Mängel am Auto; «wenn das Auto funktioniert, kann ich vorne mitfahren», sagte er stets – aber dafür fehlte eben jenes funktionierende Auto.
Der nervöse Lamborghini
Das Timing schien dann perfekt, als Calamia zusammen mit Christoph Lenz und Roberto Pampanini zum Grasser Racing Team stiess mit dem Plan, in der Langstreckenserie «Creventic 24h» einen Lamborghini Huracan zu pilotieren. Rein von den Resultaten her fielen die ersten beiden Rennen in Dubai (6.) und Silverstone (4.) verheissungsvoll aus. Doch der Schein trügte.
«Es passte vor allem für meine Kollegen nicht», sagt Calamia. Für Lenz und Pampanini, die über weniger Erfahrung verfügen als Calamia, entpuppte sich das Fahrzeug als sehr anspruchsvoll zum fahren. «Der Lamborghini ist ein nervöses Auto», sagt Calamia, «und gerade für Langstreckenrennen ist ein ruhigeres Auto von Vorteil.»

