Patzer und ein Crash
Supertalent Charles Leclerc, der zuvor fünfmal in sechs Rennen WM-Punkte gewonnen hatte, lag im GP von Silverstone als Achter erneut souverän auf einem Punkterang. Doch beim Boxenstopp in der 19. Runde schlampten die Mechaniker des Hinwiler Sauber-Teams: Gleich nach dem Rausfahren wurde dem 20-jährigen Monegassen per Funk befohlen, das Auto abzustellen.
«Ein Rad sass nicht richtig auf der Achse», teilte das Team nach dem Rennen mit. Wegen dieses «Unsafe Release» wurde Sauber mit einer Busse von 5000 Euro bestraft. Dabei gehört die Sauber-Crew bei den Boxenstopps zu den Topteams: Dreimal gelang ihr in dieser Saison der schnellste Boxenstopp. Leclercs missglückte Abfertigung in Silverstone (2,3 Sekunden) dauerte auch nur einen Zehntel länger als bei Ricciardo (Red Bull-Renault).
Ericsson mit Glück im Unglück
In der 33. von 52 Runden war das Rennen auch für Marcus Ericsson zu Ende. Nach der DRS-Zone auf der Startzielgeraden blieb an seinem Dienstfahrzeug C37 der Heckflügel offen – der Schwede donnerte mit annähernd 300 km/h in die Streckenbegrenzung und sagte nach einem Check im Medical Centre: «Alles okay, ich bin unverletzt.»
Auch Saubers Boxengäste Oscar und Ruben Fangio hatten sich wohl ein erfreulicheres Rennen gewünscht. Ihr Vater Juan Manuel Fangio, der 1995 im Alter von 84 Jahren starb, hatte 1951 auf Alfa Romeo seinen ersten von fünf WM-Titeln gewonnen. (sda)

