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Was dem «Griffig» ein internationaler Wettkampf bringt

Zum zweiten Mal wird am Samstag und Sonntag in Uster ein Jugend-Europacup im Leadklettern ausgetragen. Martin Baumeler von der Kletterhalle Griffig freut sich über die internationale Ausstrahlung.

Was dem «Griffig» ein internationaler Wettkampf bringt

Im Vorjahr übernahm das Griffig kurzfristig die Organisation des Jugend-Europacups. War die Vorlaufzeit diesmal grösser?
Martin Baumeler: Ja, wir haben uns nach dem letzten Europacup entschieden, dass wir auch einen zweiten machen würden. Im Herbst kannten wir dann den Termin – es war unser Wunschtermin, weil Ende Juni die Hallenauslastung ohnehin nicht so gross ist. Letztes Mal lief viel auf den letzten Drücker. Unsere Leute, die die Routen kreierten, legten Nachtschichten ein, die hatten am Ende sehr schmale Augen. Ich hoffe, dass sie diesmal doch um 23 Uhr Feierabend machen können.

Knapp 200 Athleten aus 18 Nationen werden in Uster erwartet. Mussten Sie für die Teilnehmer auch Unterkünfte organisieren?
Nein. Die Teams sind sich Wettkämpfe im Ausland gewohnt – vor allem die grossen Nationen sind durchorganisiert. Da reicht es, wenn man ihnen Ansprechpartner vermittelt. Manche fragten an, ob sie Zelte aufstellen oder ihre Wohnmobile parkieren dürfen.

Spürten Sie nach dem letztjährigen Anlass einen Werbeeffekt?
Das ist schwierig zu sagen, weil die Belegung der Halle sowieso recht wetterabhängig ist. Was wir feststellten: Spitzenathleten wissen nun, dass es hier speziell schwere Wettkampfrouten hat. Wir hatten Athleten aus Kanada oder Japan, die hier trainierten. Und wir wissen jetzt schon, dass die Belgier nach dem Europacup noch eine Zeit hier bleiben und trainieren werden. In einer grossen Halle finden Spitzenathleten vielleicht zwei, drei Routen vor. Hier haben wir nach dem Wettkampf acht bis zehn Routen, die wir noch eine Weile belassen, bis wir wieder Routen für «Normalsterbliche» bauen.


Impressionen vom letztjährigen Europacup. (Video: Youtube/swissclimbingcup)

Was erwarten Sie am Wochenende?
Einen Anlass, der dem Griffig internationale Ausstrahlung verleiht. Rund 400 Athleten und Betreuer werden hier sein, dazu erhoffen wir uns 200 bis 300 Zuschauer. Hier müssen wir realistisch sein – es ist schönes Wetter. Weil wir Gratiseintritt haben, sind wir aus finanzieller Sicht nicht auf eine gewisse Zuschauerzahl angewiesen.

Für Ladina Gebert (Uster) und Anja Köhler (Wila) ist der Wettkampf ein Heimspiel – was darf man von den beiden erwarten?
Mit Anja Köhler kann man sicher rechnen, sie holte am letzten Wochenende den Schweizer U16-Meistertitel im Leadklettern. Ladina Gebert trainiert nicht mehr ganz so intensiv, bei ihr haben sich die Prioritäten wohl etwas verschoben.

Planen Sie künftig mehr Anlässe in dieser Grössenordnung?
Nein, eher weniger. Der Aufwand ist doch recht gross – einen Weltcup beispielsweise könnten wir nicht durchführen, wir hätten zu wenig Platz für die Zuschauer. Denkbar ist, dass wir einen Europacup alle zwei Jahre organisieren, vielleicht im Wechsel mit einer anderen Halle. Wir schauen das auch als Goodwill an für den Wettkampfsport. Ich kann mir vorstellen, dass wir dazwischen möglicherweise einmal einen Swiss Cup oder eine Schweizer Meisterschaft organisieren. Sicher weiterhin jährlich durchführen werden wir die Zürcher Meisterschaften, weil wir die Routen dafür auch sonst benutzen können.

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