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Warum Canepas FCZ erneut in Rüti spielt

Der FC Zürich gastiert für ein Testspiel auf der Rütner Schützenwiese. Auch die FCR-Fussballer sind am Samstag ab 16 Uhr wieder dabei – diesmal aber nicht mehr als Gegner auf dem Feld.

Warum Canepas FCZ erneut in Rüti spielt

Dass der FC Zürich Testspiele in Rüti austrägt, ist naheliegend – schliesslich ist FCZ-Präsident Ancillo Canepa ein Rütner. Letztes Jahr war das FCR-Fanionteam gar der Testgegner, 5:0 gewannen die Zürcher damals, und Canepa selber wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt.

Diesmal wird Canepa höchstens noch ehrenhalber für den Anstoss kurz auf den Rasen der Schützenwiese treten. Denn der Gegner am Samstag heisst FC St. Gallen. «Die Klubs hatten bereits einen Termin und eine Anspielzeit vereinbart, aber noch keinen Spielort», sagt FCR-Vizepräsident Martin Cathrein, der die Partie zusammen mit Präsident Roger Simonelli und Sportchef Christoph Huber organisiert. Die Anfrage des FCR, ob der FCZ erneut auf der Schützenwiese spielen wolle, kam da gerade recht. Und naheliegend ist eigentlich auch ein Auftritt des FCSG in Rüti – die Grenze zum Kanton St. Gallen ist nur wenige hundert Meter von der Schützenwiese entfernt.

Mehr Aufwand für den Klub

Dass Zürich diesmal nicht gegen den interregionalen Zweitligisten Rüti, sondern gegen einen Super-League-Klub antritt, verursacht für die Rütner einen grösseren Aufwand. «Letztes Mal einigte man sich per Handschlag, diesmal gab es eine schriftliche Vereinbarung», sagt Cathrein. Geregelt ist beispielsweise, was für Verpflegung in der Kabine bereitstehen muss und was die Teams nach der Partie zu Essen erhalten.

In geregelten Bahnen werden diesmal auch die Zuschauer geführt. Während im Vorjahr alles offen war, muss der Klub nun Absperrgitter aufstellen und zwei Fansektoren errichten. Grund dafür ist eine Auflage der Behörden – auch wenn das Risikopotenzial der Begegnung von allen als sehr gering eingeschätzt wird.

Hier kommt auch das Rütner Fanionteam ins Spiel. Auch wenn die FCR-Equipe nicht selber auf dem Feld steht, ist sie an der Partie beteiligt. Im Lauf dieser Woche stellen die Rütner Spieler nach dem Training die Absperrgitter auf und richten die Anlage für das Testspiel ein. Und am Samstag werden sie in der Festwirtschaft helfen.

Reichlich Konkurrenz

Im Vorjahr kamen rund 800 Zuschauer zur Partie FCZ – Rüti. Cathrein glaubt nicht, dass das Spiel vom Samstag mehr Zuschauer anlocken wird. «Natürlich wäre es schön, wenn über Tausend kämen», sagt er. «Doch beim letzten Testspiel des FCZ in Glarus gegen Rapperswil-Jona kamen 700 Zuschauer. Das ist für uns wohl auch realistisch.»

Mit dem Verlauf des Vorverkaufs zeigt man sich im Klub jedenfalls zufrieden. Denn Konkurrenz ist durchaus da – in Form des St. Galler Openairs etwa, aber natürlich auch mit der Fussball-WM, wo gleichzeitig der Achtelfinal zwischen Argentinien und Frankreich ansteht. «Vielleicht gibt es bei uns ja mehr Tore zu sehen», sagt Cathrein lachend. Ein finanzielles Risiko bezüglich des Zuschaueraufmarsches haben die Rütner nicht. Die Fixkosten sind gedeckt durch Sponsoren. Für einen Zustupf in die Klubkasse dürfte es also ohnehin reichen.

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