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Kantersieg statt Kehrausstimmung

Mit einem Kantersieg gegen Fällanden bleibt Pfäffikon in der Drittliga-Gruppe 6 im Rennen um den Aufstieg. Sieben verschiedene Torschützen trugen zum 8:0 bei.

Kantersieg statt Kehrausstimmung

Als der FC Pfäffikon vor knapp einem Monat in Witikon 0:3 verlor, sagte Trainer Thomas Grolp: «Die Sache ist gegessen». Die Witiker, so glaubte der FCP-Coach, würden sich nicht mehr einholen lassen – für sein Team gehe es nun darum, das Restprogramm «mit Anstand» abzuspulen.

Das tun die Pfäffiker – und wie. Gleich 8:0 fertigten sie den FC Fällanden am Sonntagnachmittag ab und feierten damit ihren höchsten Saisonsieg. «Kompliment ans Team», sagte Grolp, «wir haben über 90 Minuten genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten – sauber, konsequent und engagiert.» Wegweisend war, dass Dominik Buchs (3.) und Dario Freuler (7.) gleich mit den ersten beiden Chancen erfolgreich waren – da war die Moral der Fällander ein erstes Mal geknickt. Sie gaben sich zwar lange nicht auf, fanden gegen die entschlossenen Pfäffiker aber kein Mittel. Erst in der Schlussphase, als Mefail Emini nach der zweiten Verwarnung vom Platz musste, brachen sie ein. «Wir hätten gar noch höher gewinnen können», sagte Grolp.

Spannende Schlussphase steht bevor

Kehrausstimmung herrscht bei den Pfäffikern also offensichtlich noch nicht – das 8:0 kann man auch als Zeichen interpretieren, dass der FCP noch immer an den Aufstieg glaubt. «Erzwingen können wir nichts», sagt Grolp, «aber wir geben sicher nicht auf.» Zwar beträgt der Rückstand auf die Witiker seit der Niederlage im Direktuell drei Zähler. Was die Strafpunkte anbelangt steht der FCP aber leicht besser da (43:46).

Falls sich die Pfäffiker in den verbleibenden zwei Runden  zwei Siege holen, könnte ihnen ein Fehltritt des Leaders also reichen. Allerdings: Witikons einzige Niederlage in dieser Saison rührt aus dem Startspiel – gegen Fällanden notabene. Zuletzt gewannen die Zürcher gar sieben Partien in Serie. (fbo)

3. Liga kompakt

Brüttisellen-Dietlikon – Höngg 2 4:0
Der Leader und Aufsteiger der Gruppe 3 gewann klar, jedoch etwas zu hoch 4:0. Zu Beginn der Partie hatten die Gäste mehr Spielanteile. In dieser Phase verhinderte Torhüter Holder die Höngger Führung. Doch nach dem 1:0 durch Tacelli (24.) bekam der FC Brüttisellen-Dietlikon das Spiel besser in den Griff. Kurz nach der Pause wurde Amzai im Strafraum zu Fall gebracht – den fälligen Elfmeter verwandelte Merlo zum 2:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Für die restlichen Brüttiseller-Tore sorgten Gallani und Murati.

Dübendorf 2 – Glattbrugg 6:3
Die Dübendorfer Reserven und Glattbrugg sorgten auf dem Zelgli für beste Unterhaltung. Alle neun Tore fielen in der ersten Stunde des Spiels. Das Heimteam führte schnell 2:0, dann 4:1 und später 5:2, musste den Gegner aber immer wieder aufrücken lassen. Auf das dritte Gegentor reagierte der FCD 2 aber äusserst abgeklärt: Nur zwei Minuten später traf Zeqiraj zum 6:3 und erstickte damit die Hoffnungen der Gäste schon im Ansatz. Bester Dübendorfer Torschütze war Lavdim Krasniqi, der drei Tore schoss.

Pfäffikon 2 – Industrie Turicum 2:0
Die Pfäffiker Reserven bleiben im  Hoch. Sie feierten im neunten Rückrundenspiel ihren sechsten Sieg. Nach einer ernüchternden ersten Hälfte steigerte sich das Heimteam in den zweiten 45 Minuten. Die Pfäffiker waren nun aggressiver, zwingender in ihren Aktionen und erarbeiteten sich Chancen.  Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Ramon Schmid den Gastgeber per Elfmeter in Führung. In der Nachspielzeit markierte Meier nach einem Konter das 2:0.

Glattal – Oerlikon/Polizei 2 3:3
Der schon als Absteiger in die
4. Liga feststehende FC Glattal Dübendorf hat eines seiner raren Erfolgserlebnisse feiern können. Nach fünf Kanterniederlagen hintereinander holte das Schlusslicht der Gruppe 3 gegen die Reserven von Oerlikon/Polizei immerhin einen Punkt. Erwähnenswert dazu: Alban Tairi war für alle Tore des Heimteams verantwortlich.

Weisslingen – Herrliberg 2 2:3
Der FC Weisslingen ging in der 23. Minute durch Lukas Wirth verdient in Führung. Danach aber stellte das Heimteam den Betrieb quasi ein. Das hatte zur Folge, dass die Herrliberger Reserven die Partie mit zwei Toren noch vor der Pause drehten. In der zweiten Hälfte übernahm Weisslingen wieder das Zepter und kam zu einigen hochkarätigen Chancen. Die beste davon vergab Fabio Girola. Er setzte einen Handspenalty an den Pfosten. Zehn Minuten vor Schluss kassierte das Heimteam nach einem Konter das 1:3. Fenners Treffer zum 2:3 (90.) kam zu spät.

Wallisellen – Effretikon 2:2
In der Gruppe 4 knöpfte der keck agierende FC Effretikon trotz grossen personellen Sorgen Aufsteiger Wallisellen einen Punkt ab. Die Effretiker machten in der zweiten Hälfte den vor der Pause eingehandelten 0:2-Rückstand wieder wett. Stankovic (56.) und Emrulahi (87.) trafen für die Gäste. «Wenn man auswärts beim bislang in 19 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer Wallisellen einen 0:2-Rückstand aufholen kann, stimmt mit der eigenen Mannschaft sehr viel», sagte FCE-Trainer Flakon Halimi hernach und freute sich über das Remis.

Wetzikon 2 – Küsnacht 2 1:1
In der Gruppe 6 zeigten sich die Wetziker Reserven gegen Küsnacht 2 zwar nicht von ihrer besten Seite. Mit dem 1:1 erfüllten sie jedoch die Pflicht und sicherten sich schon zwei Runden vor Schluss den Ligaerhalt. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte gerieten die Wetziker in der 67. Minute ins Hintertreffen. Doch die Reaktion des Heimteams kam. Zehn Minuten vor Schluss fand sich Pfändler alleine vor Torhüter Frei und brachte den Ball zum umjubelten 1:1 über die Linie.

Wald – Meilen 2 2:1
Der FC Wald hat im Duell zweier Tabellennachbarn die Oberhand behalten. Durch den 2:1-Erfolg  haben die Oberländer ihren Vorsprung auf das Team vom Zürichsee auf vier Punkte ausgebaut. Den siebten Platz auf sicher hat Wald gleichwohl nicht. Während dem FCW nur noch ein Spiel bleibt, um zu punkten bleiben den Meilemern noch zwei Begegnungen.

Fehraltorf – Witikon 0:1
Die Fehraltorfer konnten dem FC Pfäffikon im Aufstiegsrennen keine Schützenhilfe leisten. Sie unterlagen Leader Witikon knapp 0:1. Das entscheidende Gegentor kassierte die Mannschaft von Trainer Vladimir Jakovljev schon nach
21 Minuten. (zo)

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