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Das Publikum als Jury

Melanie Hofmann gewann an den Dressurtagen Turbenthal die Hauptprüfung. Auch die Zuschauer fungierten als Richter – inoffiziell zumindest.

Das Publikum als Jury

Die Prüfung auf höchster Stufe, der Prix St. Georg, bildete am Sonntagnachmittag die Krönung der Turbenthaler Dressurtage. Knapp 20 Paare präsentierten ihre Pferde. Lange hielt sich Hansruedi Geissmann (Niederhasli) an der Spitze. Auf Ripasso überzeugte er mit einem präzis und schwungvoll vorgestellten Programm mit mehreren Höhepunkten.

«Das Pferd bringt Voraussetzungen mit, die besser nicht sein könnten», sagte die Weltcupreiterin Silvia Iklé über das Pferd von Geissmann. Auch das Publikum war begeistert und applaudierte nicht nur beim Beenden des Programms, sondern auch, als Geissmann und Ripasso das Viereck verliessen.

Was nicht zu übertrumpfen schien, widerlegte Melanie Hofmann (Willadingen) mit Show Girl CH. Seit sechs Jahren reitet Hofmann die erst neunjährige Stute. In Turbenthal gelang dem Paar ein nahezu perfekter, harmonischer Ritt, der von den Richtern mit 74,12 Prozentpunkten belohnt wurde. «Ich hatte ein gutes Gefühl. Wir konnten zeigen, was wir können», sagte Hofmann. Dieses Jahr sind weitere S-Prüfungen geplant, bevor sie den Schritt auf die höchste Stufe wagt.

Aktives Publikum

Das Publikum war diesmal nicht nur in der passiven Beobachterrolle, sondern konnte selber in die Richterrolle schlüpfen. Mit einer Gratis-App konnten die Vorstellungen anonym und in einer inoffiziellen Wertung beurteilt werden. Bis zu 70 Besucher gleichzeitig nutzten das Angebot und freuten sich über ähnliche Bewertungen wie die Richter.

«Gar nicht so einfach, das Richten. Vor allem geht alles so schnell», sagte eine Zuschauerin. Der beste Zuschauerrichter wurde mit einem Preis gewürdigt.

Zwei Doppelsiege

Sowohl in den leichten Prüfungen L12 und L14, als auch in den mittleren Prüfungen M24 und M26 gab es gleich zwei Doppelsiege. Sandra Meier aus Zürich entschied mit Diabolina DR beide L-Prüfungen für sich und Andrina Suter setzte sich mit Royal Princess in den M-Prüfungen souverän an die Spitze des Klassements. In der Prüfung L11 holte sich Denise Hensch aus Fehraltorf mit Zulana die Siegerschleife.

«Die Prüfung L11 wurde speziell für Amateure ausgeschrieben. Sie wurde dieses Jahr als neuer Versuch ins Leben gerufen, da die L-Prüfungen in den Jahren zuvor vorwiegend von Berufsreitern dominiert wurden», sagte OK-Präsidentin Conny Ruppli. (zo)

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