Saisonende für den UHC Uster
Auch im vierten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie war der Widerstand des UHC Uster gegen den grossen Favoriten SV Wiler-Ersigen gross. Trotzdem behielt der Titelverteidiger auch an diesem Samstagabend in der Zuchwiler Sporthalle mit 6:4 die Oberhand und beendete damit die Saison der Ustermer.
Verkraftbares Out
Anders als in den vergangenen sieben Jahren schloss der UHC Uster die Saison für einmal mit einer Niederlage ab. Da diese weder in den Playouts noch in der Ligaqualifikation, sondern in den NLA-Playoffs zustande kam, sind die Folgen für die Zürcher Oberländer verkraftbar. Trotzdem: Mit etwas mehr Fortune im Schlussdrittel hätte man diese vierte Playoffpartie zumindest in die Overtime zwingen können, denn der Titelverteidiger schien zum wiederholten Mal alles andere als übermächtig.
Zweimal legte der UHC Uster im ersten Drittel vor, zweimal glich Wiler-Ersigen wieder aus. Im Mitteldrittel ging Wiler-Ersigen erstmals in Führung, doch Henriksson glich für Uster mit seinem zweiten persönlichen Treffer zum 3:3 aus. Nach einigen vergebenen Chancen lief Uster zu Spielhälfte in einen Konter und kassierte das 3:4. Wenig später bauten die Berner im Powerplay ihren Vorsprung erstmals auf zwei Tore aus. Zweieinhalb Minuten vor der zweiten Pause verkürzte Hummer im Powerplay – die Chancen für die Gäste waren weiterhin intakt.
Ein verschossener Penalty
Uster startete mit umgestellten Linien ins letzte Drittel; der Erfolg blieb aber aus. Nach einer Intervention von Anjo Urner vor dem eigenen Gehäuse entschieden die Referees in der 43. Minute auf Penalty für Wiler-Ersigen. Tatu Vännänen liess sich nicht zweimal bitten und traf zum 6:4. Acht Minuten später bekamen auch die Ustermer einen Penalty zugesprochen – Hummer wurde aber noch vor dem Abschluss zurückgepfiffen, da er den Ball während des Anlaufens zurückgezogen haben soll.
Die verpasste Chance war zwar ärgerlich, doch den Ustermern boten sich in den letzten zehn Spielminuten durchaus noch genügend Möglichkeiten, zumal Wiler-Ersigen noch verschiedene Strafen kassierte. Die Emmentaler waren in Unterzahl jedoch manchmal gar noch gefährlicher als die Ustermer. Auch ein Timeout und die letzte halbe Spielminute in doppelter Überzahl brachten den Gästen keinen Torerfolg mehr.
Aelligs Karriere zu Ende
Für Thomas Aellig, der sich mit Nachwuchs auf dem Arm zum Handshake mit den Wilenern aufmachte, bedeutete die Niederlage, dass seine Karriere am Samstagabend zu Ende ging. Auch der Weggang von Trainer Simon Meier ist schon eine bekannte Tatsache. Für einmal haben die Ustermer jedoch in der Kaderplanung für die kommenden Saison sicher weniger Druck und als Playoffteam auch bessere Argumente in der Hand als in früheren Zeiten. (ucu)

