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Zitterpartie mit Happy-End

Der EHC Dübendorf braucht noch einen Sieg zum Einzug in den MSL-Final. Der 2:1-Erfolg im dritten Halbfinal gegen Wiki-Münsingen war verdient, die Entscheidung fiel aber erst kurz vor Schluss.

Zitterpartie mit Happy-End

Am Ende gab es vom Publikum stehende Ovationen. Nicht etwa, weil der EHC Dübendorf eine Gala hingelegt hatte, nein – der MSL-Klub holte sich den ersten Matchpuck in der Playoff-Halbfinalserie gegen Wiki-Münsingen mit einem 2:1-Zittersieg. Doch die Dramaturgie stimmte. 40 Sekunden vor der Verlängerung fasste sich Verteidiger Silvan Hebeisen ein Herz und entschied die Partie mit einem satten Slapshot.

Ein bitterer Gegentreffer

Auch die dritte Partie in dieser Serie endete also mit einem Tor Unterschied – das täuscht diesmal aber über den Spielverlauf hinweg. «Wir haben vor allem im zweiten Drittel zu viele Chancen ausgelassen», sagte EHCD-Trainer Reto Stirnimann. «Wir waren etwas zu wenig konsequent. Das ist der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft heute machen kann.»

Beinahe hätte sich das gerächt. Das zweite Drittel war fast zu Ende, als Dübendorfs Keeper Remo Trüb einen Gegentreffer kassierte, über den er sich noch länger ärgern dürfte. Beim Schuss von Samuel Gerber in der 39. Minute war ihm weder die Sicht verdeckt, noch war es ein sonderlich ernsthafter Abschlussversuch des Wiki-Verteidigers. Trüb glaubte den Puck unter seinen Schonern blockiert – er lag aber hinter ihm im Tor.

Dezidierte Dübendorfer

Es war ein Treffer, der perfekt zur Binsenwahrheit passt: Wer die Tore nicht macht, kassiert sie. Bitter war das für Trüb, der zuvor ein einziges Mal eine heikle Szene entschärfte, als Baltisberger im Powerplay frei zum Abschluss kam (30.). Ansonsten ging nicht viel Torgefahr von Wiki-Münsingen aus. Die Gäste wirkten matt, und die Dübendorfer machten ihnen das Leben schwer, indem sie ab der ersten Sekunde ein dezidiertes Forechecking betrieben.

Die Berner erhielten weder Zeit noch Raum, und ehe sie sich versahen, lagen sie in Rückstand. Nach 76 Sekunden stand Ryhor Ustsimenka frei vor dem gegnerischen Tor – 1:0. Der Gameplan des EHCD war damit zum frühestmöglichen Zeitpunkt aufgegangen.

Zielstrebig, aber inkonsequent

Doch die Glattaler verpassten es, nachzulegen und die Berner früh zu demoralisieren. Dübendorf spielte zwar durchaus diszipliniert, fuhr seine Angriffe druckvoll und zielstrebig, vollendete sie aber nicht mit derselben Konsequenz. Das sah dann etwa so aus: Lars Frei traf in der 18. Minute bei einem Konter nur den Pfosten, Philip Beeler düpierte in der 22. Minute nur zwei Verteidiger, aber nicht den Torhüter, und Ustsimenka schoss in der 36. Minute aus idealer Position den Keeper an.

Deshalb stand die Partie im letzten Drittel auf Messers Schneide. Präzision und Intensität litten – beiden Teams war die Nervosität anzumerken. Bis Hebeisen mit seinem Slapshot den Dübendorfern den ersten Matchpuck bescherte.

«Müssen giggerig sein»

«Wir wollen diese Serie nun beenden», sagte EHCD-Coach Stirnimann im Hinblick auf das Spiel vom Sonntag in Wichtrach. «Wir müssen giggerig sein auf den Final». Dort wartet der EHC Brandis, der Sion 4:1 bezwang und damit die Serie 3:0 für sich entschied.

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