Zum Sieg fehlte nur wenig
Er wolle wieder um Siege und Titel fahren, sagte Randy Krummenacher, als sein Wechsel zurück in die Supersport-WM bekannt wurde. In der Superbike-WM war er letztes Jahr nicht glücklich geworden. Nun zeigte er gleich bei der ersten Gelegenheit, dass sein Weg zurück zum Erfolg führen kann.
Zum Saisonauftakt auf Phillip Island in Australien feierte er zwar nicht wie vor zwei Jahren einen Sieg, der zweite Rang dürfte für den Oberländer aber eine Genugtuung sein. Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag musste er als Zweiter lediglich dem Franzosen Lucas Mahias, dem letztjährigen Supersport-Weltmeister, den Vortritt lassen.
«Ich bin sehr zufrieden mit diesem Resultat», sagte Krummenacher. Für ihn und sein neues Team Evan Bros war es das Debüt auf einer Yamaha-Maschine. Etwas über eine Sekunde fehlten dem Oberländer letztlich auf Weltmeister Mahias, der ebenfalls eine Yamaha fährt, allerdings im offiziellen Werksteam, während Krummenachers Equipe ein Kundenteam ist. «Es war das erste Rennen für mich und das Team, und wir müssen noch Erfahrung sammeln. Trotzdem haben wir bewiesen, dass wir sehr konkurrenzfähig sind.»
Gebremste Aufholjagd
Im Qualifying war Krummenacher, der in den letzten Tests der Schnellste gewesen war, mit Rang sieben noch etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Weil ein anderer Fahrer eine Strafe kassierte, ging der Oberländer vom sechsten Startplatz aus ins Rennen und setzte gleich zur Aufholjagd an, die aber gestoppt wurde, weil das Rennen nach Stürzen von Konkurrenten in der dritten Runde abgebrochen und neu gestartet wurde.
«Ich denke, dass ich noch besser hätte abschneiden können, wenn das Rennen am Stück gefahren worden wäre», sagte Krummenacher. In den verbleibenden neun Runden arbeitete er sich kontinuierlich auf den zweiten Rang vor.
Den Ex-Teamkollegen geschlagen
Eine reelle Chance auf den Sieg hatte Krummenacher aber nicht. «Mahias fuhr sehr stark und konstant», sagte der Oberländer. Dafür bezwang er den Deutschen Sandro Cortese, mit dem er sich bereits in der Moto2-Klasse duelliert hatte. Und Krummenachers ehemaliger Teamkollege in der Supersport-WM, der mehrfache Weltmeister Kenan Sofuoglu, verpasste sogar die Top-Ten.

