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Souverän in der nächsten Runde

Auf souveräne Art und Weise hat sich Zweitligist EHC Illnau-Effretikon in den Playoffs gegen Engiadina durchgesetzt. Mit dem dritten klaren Sieg der Serie – diesmal hiess es 9:1 – zog der EIE in die Viertelfinals ein.

Souverän in der nächsten Runde

Der EHC Illnau-Effretikon hat dafür gesorgt, dass die Saison von Playoff-Gegner Engiadina bereits zu Ende ist. Der Oberländer Zweitligist kassierte auch im dritten Aufeinandertreffen in der Achtelfinal-Serie nur ein Gegentor. Das Team von Trainer Dieter Wieser liess den zwei ersten Siegen (11:1, 4:1) mit dem klaren 9:1 auch noch den entscheidenden dritten folgen und steht im Viertelfinal.

Mit dem Durchmarsch gegen Engiadina erfüllte sich auch der Wunsch von Dieter Wieser, der eine zweite lange Reise ins Engadin unbedingt vermeiden wollte. «Wir wollten die Serie in drei Spielen klar machen», war Wieser zufrieden. «Jetzt haben wir wie erhofft eine Pause, können unsere Wunden lecken und uns dann auf Samstag vorbereiten.» Auf wen der EIE dann treffen wird – ob Wallisellen oder Küsnacht – ist noch offen. Wieser ist es egal, wer es schliesslich sein wird. Der Trainer aber sagt: «Ich hoffe, dass unser Gegner über fünf Spiele gehen muss.»

Blitzstart mit zwei Treffern

Gegen Engiadina glückte dem EIE ein optimaler Start. Nach vier Minuten führte das Heimteam dank Toren von Müller und Vögeli schon 2:0. Die kampfstarken Bündner schafften zwar vor Ablauf der ersten Viertelstunde den Anschlusstreffer – es blieb allerdings ihr letzter Erfolgsmoment. Im Unterschied zum letzten Spiel in Scuol gelang dem EHC Illnau-Effretikon der wichtige dritte Treffer weitaus früher. Captain Thomas Korsch (14.) erzielte diesen auf Vorarbeit von Lionel Kuhn.

Der EIE stürmte auch in der Folge weiter nach vorne und entblösste seine Defensive bisweilen doch etwas zu stark. Doch die Taktik der Bündner war leicht zu durchschauen. Sie schossen selbst aus grosser Distanz und hofften darauf, von einem Abpraller profitieren zu können. Doch damit hatte das Wieser-Team keinerlei Probleme, auch weil der Trainer fand: «Wir konnten das Spiel des Gegners gut lesen.»

Die Emotionen überborden

Nachdem Lionel Kuhn in der 25. Minute auf 4:1 erhöhte hatte, gelangen dem EIE drei Powerplaytore am Stück. Das letzte davon erzielte Carlo Fäh. Es war sein bereits siebter Treffer in den Playoffs. Obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden war, gingen im Eselriet kurze Zeit später die Emotionen hoch. Nachdem ein Foul eines Bündners an Fäh nicht geahndet worden war, liessen die EIE-Spieler Müller und Cristelotti gegen Müller und Schmidt die Fäuste sprechen.

«Auslöser dafür war meiner Ansicht nach ein Foulspiel an unserem Teamleader Fäh», sagte Wieser hinterher. «Hier brach wohl der Frust einiger Gästespieler durch.» Die Gemüter beruhigten sich danach wieder – und der EIE setzte sich nochmals sportlich in Szene. In der Schlussminute und innerhalb von zwanzig Sekunden machten Fäh und Förderreuther aus dem 7:1 noch ein 9:1.

Wieser war mit dem Auftritt seiner Mannschaft selbstredend zufrieden. «Wir sagten uns, wir wollen nicht nachlassen, Vollgas geben und uns vom Gegner nichts bieten lassen.» Der EIE-Trainer fand, sein Team habe Engiadina zu jeder Zeit unter Kontrolle gehabt. Allein ein Blick auf die klaren Resultate unterstreicht Wiesers Einschätzung. (Heinz Minder)

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