Am Sonntag spielen Sie mit den Lakers im Cupfinal. Sie haben schon Playoff-Finaleinsätze in der NLB hinter sich, waren Junioren-WM-Teilnehmer – wo ordnen Sie den Cupfinal für sich selber ein?
Melvin Nyffeler: Das waren alles wichtige Momente in meiner Karriere. Auf dem Papier habe ich mit dem ZSC schon den Meistertitel geholt und mit Kloten den Cup – aber ich war nicht auf dem Eis. Deshalb rühme ich mich damit auch nicht. Nun ist es aber etwas anderes, ich machte mit der Mannschaft den ganzen Weg bis in den Final. Als Sportler will man selber dabei sein. Gewinnen wir den Cup, fühle ich mich auch wirklich als Cupsieger.
Die Halle wird voll sein, der Gegner heisst Davos. Ist die Anspannung anders als sonst?
Ja. Es ist vergleichbar mit der Situation vor dem siebten Spiel gegen Langenthal in der letzten Playoff-Finalserie. Es ist ein einziges, entscheidendes Spiel. Andererseits: Wir haben nichts zu verlieren. Wir sind der erste Unterklassige im Cupfinal seit der Neulancierung, darauf können wir stolz sein. Hätte jemand vor der Saison gesagt, wir spielen im Cupfinal, hätten wir ihn wohl ausgelacht. Natürlich wollen wir gewinnen – aber der Gegner ist ja auch nicht einfach irgendjemand.
«Hätte jemand vor der Saison gesagt, wir spielen im Cupfinal, hätten wir ihn wohl ausgelacht.»

