Wenn am Sonntag der 30. CSI Zürich zu Ende geht, will Martin Fuchs noch einmal jubeln können. Den Sieg im Weltcupspringen peilt er an – es wäre das i-Tüpfelchen auf eine Turnierbilanz, die ohnehin schon stark ist. Abgesehen von der Classic hat der 25-Jährige sämtliche grossen Prüfungen in Zürich gewinnen können – im letzten Jahr den Grand Prix. Dreimal in Folge war er von 2014 bis 2016 der erfolgreichste Reiter des Turniers.
Es dürfte für Fuchs eine emotionale Derniere werden. Der vor einer Woche verstorbene Willi Melliger war sein Götti. Dazu äussern möchte der 25-Jährige sich nicht.
Martin Fuchs, am Freitag beginnt der letzte CSI Zürich. Mit was für einer Gefühlslage nehmen Sie dieses Turnier in Angriff?
Es sind gemischte Gefühle. Einerseits natürlich grosse Vorfreude, vor dem Heimpublikum an den Start zu gehen. Ich freue mich darauf, Kollegen und alte Schulfreunde zu sehen, die sonst nicht dabei sind. Andererseits aber auch Wehmut, dass es das letzte Mal sein wird. Derzeit dominiert noch die Vorfreude, denn meine Pferde sind top in Form. Am Sonntag nach dem Weltcup dürfte dann Wehmut aufkommen.
Was sind Ihre ersten Erinnerungen an den CSI Zürich?
Als kleiner Bub war ich immer Zuschauer. Ich fieberte mit meinen Idolen, drückte den Reitern die Daumen und durfte mit ihnen den Parcours anschauen. Speziell erinnere ich mich an mein erstes Familienspringen. Ich war damals noch keine zwölf Jahre alt und ein grosser Fan von Jeroen Dubbeldam. Er hielt mein Pony, als ich herunterstieg. Das war sehr speziell für mich.
Woran denken Sie aus sportlicher Sicht am liebsten zurück?
An meinen Grand-Prix-Sieg letztes Jahr vom Freitag und an den Sieg im schweren Springen im Jahr 2014 mit Principal. Ein solches Springen mit einem Pferd zu gewinnen, das dem CSI-Organisator Rolf Theiler gehörte, das ist etwas Besonderes.

