Uster muss sich Kreuzlingen beugen
Nach der Niederlage gegen Kreuzlingen muss sich Erstligist TV Uster nicht vorwerfen lassen, nicht alles probiert zu haben. Dennoch verlor das Team von Trainer Robin Gerber auch seine zweite Finalrundenpartie 28:34. Die Ustermer liessen im entscheidenden Moment die nötige Präzision und Kaltblütigkeit vermissen. Sie scheiterten letztlich auch an der Routine der Thurgauer, die gegnerische Fehler zu nutzen wussten.
Die Partie verlief von Beginn weg auf hochstehendem Niveau. Kreuzlingen wurde seiner Favoritenrolle gerecht, stiess bei den Ustermern aber auf erbitterten Widerstand. Es folgte ein Schlagabtausch, der keine Wünsche offen liess. Die beiden Abwehrreihen waren auf der Höhe ihrer Aufgabe und forderten den Angreifern alles ab. Dass sich diese bereits in der ersten Halbzeit je 16 Mal durchsetzen konnten, spricht auch ihnen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.
Uster konnte die Fehlerquote vorerst auf einem erfreulich niedrigen Niveau halten. Ausser zwei fahrlässig verursachten Kreuzlinger Kontern und zwei vergebenen Gegenstossmöglichkeiten gab es nur wenig zu bemängeln.
Erst am Ende eingebrochen
In der zweiten Hälfte aber liess Uster schon früh erste Konzentrationsmängel erkennen. Die Gastgeber konnten die Partie aber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bis zur 40. Minute ausgeglichen gestalten. Nach dem 22:21-Führungstreffer von Marco Häberli versuchte Spielertrainer Iwan Ursic mit einem siebten Feldspieler das Glück auf Ustermer Seite zu zwingen. Das Unterfangen misslang wie bereits in der ersten Finalrundenpartie gegen Fides und leitete den Umschwung ein. Die Favoriten vom Bodensee nutzten die Gunst der Stunde, profitierten von sich häufenden Ustermer Unzulänglichkeiten und erarbeiteten sich bis zur 51. Minute einen 4 Tore-Vorsprung, den sie nicht mehr preisgaben.
Uster musste sich nach hartem Kampf einem starken Gegner beugen. Einfacher wird die Aufgabe am Sonntag gegen Muri aber nicht. Die Ustermer müssen ihr ganzes Potenzial ausschöpfen, wenn sie ihre ersten Finalrundenpunkte holen wollen. (mso)

