Peter Jiricek setzt am Löwencup auf den Nachwuchs
In der Radballgeschichte ging im Januar 2017 eine Ära zu Ende: Der Winterthurer Radballer Peter Jiricek und sein Partner Marcel Waldispühl beendeten nach 20 Jahren im Spitzensport und einem gemeinsamen Weltmeistertitel ihre Karrieren. Der Löwencup war damals ihr letztes Turnier.
Ein Jahr für die Selbstfindung
Nun findet am kommenden Samstag, 13. Januar, der erste Löwencup seit dem Rücktritt des Duos statt. Peter Jiricek nimmt diese Tatsache gelassen. «Seit meinem Rücktritt ist ein Jahr vergangen. In diesem konnte ich mich selber finden und lernen, im Alltag anzukommen», erzählt der 40-Jährige.
Trotzdem habe das Turnier für ihn nach wie vor eine grosse Bedeutung. «Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr war ich an jedem Löwencup auf irgendeine Art beteiligt. Ob als Fahrer oder Mitorganisator, ich war immer mit dabei.»
Event ohne Profis weiterführen
Umso mehr schätze er es, dass der Traditionsevent auch nach dem Rücktritt von ihm und Marcel Waldispühl überlebte. «Wir waren die letzten Elitesportler im Schweizer Radball. Der Löwencup machte eine grosse Veränderung durch und wird dieses Jahr als internationales U-23-Turnier aufgezogen», erzählt Peter Jiricek.
Er hoffe zwar, den Löwencup bald wieder als WM-Revanche organisieren zu können – trotzdem war es dem Mitorganisator wichtig, den Anlass auch ohne Profisportler weiterführen zu können. «So bekommt der Nachwuchs eine Chance, sich zu zeigen und Spielpraxis zu gewinnen. Die jungen Spieler sind ein wichtiger Teil vom Radball, ja von jeder Sportart. Ohne Nachwuchs gibt es keine Zukunft.»
Winterthur ist zweimal dabei
Winterthur tritt gleich mit zwei Teams am Löwencup 2018 an: Ariel Perez und Pedro Barbosa bilden das erste Team, Roman Baumann und Tim Russenberger das zweite. Trotz hohem Druck wegen der Meisterschaft und des Schweizer-Cups sieht Peter Jiricek einen Podestplatz als durchaus realistisches Ziel.
«Es hängt unter anderem auch von der Tagesform der Fahrer ab.» Er werde gespannt am Feldrand stehen und das Turnier mitverfolgen. «Ich hoffe auf viele einheimische und auswärtige Zuschauer», so Peter Jiricek.

