Ein durchzogenes Wochenende
Drei Punkte aus zwei Spielen gegen die direkte Konkurrenz im Kampf um den Playoff-Einzug in der NLA: Der UHC Uster hat ein Wochenende hinter sich, an dem er seine Position nicht wirklich verbessern konnte.
Immerhin sorgten die Ustermer am Sonntag mit dem 6:5-Auswärtssieg beim direkt über dem Strich klassierten Waldkirch-St. Gallen dafür, dass der Rückstand auf die Playoffplätze nicht noch grösser wird. In einer engen Partie, in der die Führung mehrfach wechselte und sich kein Team frühzeitig abzusetzen vermochte, war das 6:4, das Tobias Ledergerber in der 57. Minute erzielte, der erste Zweitore-Vorsprung und gleichzeitig die Entscheidung. Zwar nutzten die Gastgeber in der 59. Minute auch die zweite Powerplay-Gelegenheit des Abends zu einem Tor, die Ustermer aber brachten den Vorsprung letztlich über die Zeit.
Der Einbruch am Ende
Ganz anders am Samstag: Da zeigte der UHC Uster nicht zum ersten Mal in dieser Saison seine labile Seite, verspielte gegen Zug United einen Dreitore-Vorsprung und verlor am Ende 6:8. Der Zuger Liga-Topskorer Billy Nilsson war 50 Minuten lang nicht zu sehen – dann schlug er zu. Mit seinem zweiten richtigen Torschuss erzielte er den 6:5-Anschlusstreffer, der den Beginn des Ustermer Untergangs markieren sollte. Drei Minuten später legte er Sturmpartner Thunvall das 6:6 mit einem genialen Pass aus der Drehung auf.
Das Heimteam wusste den Ausgleich zwar schnell wegzustecken. Doch Nilssons Namensveter Petter im Tor der Gäste drehte im für Uster ungünstigsten Moment auf: Mit ausgezeichneten Reflexen verhinderte er die erneute Ustermer Führung gegen Schubiger, Hummer und Juhola. Auf der Gegenseite machte es Fiechter besser: Sein platzierter Direktschuss nach einem schnellen Zuger Gegenstoss machte Wende perfekt.
Dabei hatte es wenig zuvor noch so gut ausgesehen. Schubiger baute die Ustermer 4:3-Führung aus den ersten 40 Minuten mit einer Tor-Doublette innert zwölf Sekunden zu Beginn des Schlussabschnitts aus. Dann aber baute Uster den Gegner wieder auf. Dass es überhaupt so weit kam, lag auch an der mangelhaften Chancenauswertung. Denn bis auf die letzten zehn – letztlich entscheidenden – Minuten waren die Ustermer klar spielbestimmend. (ucu)

