Nach einer spannenden und sehr intensiven Begegnung musste sich der EHC Dübendorf in der MSL dem Leader aus Sion in der Verlängerung geschlagen geben. Die Glattaler, die 2:3 verloren, hatten nach einem 0:1-Rückstand das Spiel in der 43. Minute zu ihrem Vorteil gedreht. Doch zehn Minuten vor dem Ende glich Sions bester Spieler, Romain Seydoux, aus.
«Wir sind zufrieden, gewonnen zu haben», sagte Seydoux. «Wir haben uns noch etwas mehr erhofft, aber Dübendorf ist technisch und physisch sehr stark, sehr schnell, es war nicht einfach. Aber wir haben in der Verlängerung gewonnen.» EHCD-Coach Reto Stirnimann bilanzierte derweil: «Unsere Jungs haben sehr gut gearbeitet und dieser Punkt ist sicher verdient.» Doch Sion sei nicht ohne Grund Erster. «Wir haben sie ab dem zweiten Drittel mit ihren eigenen Mitteln übertölpelt, danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.»
Widmer zieht davon und trifft
Dass die Mannschaften mit dem besten und dem schlechtesten Powerplay aufeinander trafen, zeigte sich bald. Während Sion seine erste Überzahl durch Topskorer Seydoux souverän zum Führungstreffer nutzte (9.), blieb der EHCD zuvor und danach mit einem Mann mehr auf dem Eis harmlos. Obwohl die Partie bei personellem Gleichstand ausgeglichen verlief, war die Führung der Walliser verdient, da sie im ersten Abschnitt auch zwei Pfostentreffer verzeichneten.
Die 394 Zuschauer wurden im zweiten Drittel Zeugen eines sehr schnellen, intensiven Spiels. Auf beiden Seiten wechselten sich die Angriffe ab. Bis zur 34. Minute vermochte keine Equipe daraus Profit zu schlagen. Dann zog Steven Widmer alleine davon und glich die Partie aus. Der Treffer gab den Glattalern noch mehr Auftrieb. Der Leader aus dem Wallis ging die Temposteigerung mit und schnupperte seinerseits am neuerlichen Führungstreffer.

