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Wende dank Unterzahltoren

Dank zwei Shorthandern innert 61 Sekunden im Schlussdrittel besiegte Zweitligist Illnau-Effretikon Schlusslicht Chiasso 5:4.

Das Duell mit Chiasso, dem Schlusslicht der Zweitliga-Gruppe 1, wurde wie befürchtet für den EHC Illnau-Effretikon (EIE) nicht zum lockeren Spaziergang. «Chiasso ist eine Mannschaft, die um das Überleben kämpft und meiner Meinung nach in der Tabelle falsch platziert ist», sagte EIE-Coach Dieter Wieser. Und weiter: «Wir könnten vielleicht auch dort liegen, wo Chiasso momentan steckt, nur gewinnen wir momentan unsere Spiele auch mit einem Tor Unterschied, während Chiasso diese oftmals knapp verliert».

Kein Selbstläufer

Weit länger und noch härter als es den EIE-Spielern lieb sein konnte, wurden die Gastgeber im Eselriet von den Tessinern gefordert. Illnau-Effretikon wirkte stumpf. Die Spritzigkeit und läuferische Überlegenheit, wie sie in den letzten Partien oftmals zu sehen war, schien samstags inexistent. Kam hinzu, dass den EIE-Spielern einige der ansonsten bestens abgestimmten schnellen Kombinationen nicht gelangen und spielerisch noch vieles missglückte. Dies auch, weil Coach Wieser aufgrund von krankheitsbedingten Absenzen Umstellungen vornehmen musste.

Erfreulich für die Oberländer war, dass mit Justin Wieser, Gabriel Gretler und Lukas Wimber drei Langzeitverletzte ins Team zurückkehrten. Justin Wieser sollte am Ende mit zwei Assists (2:1 und 4:3) sowie dem entscheidenden 5:4 ein gelungenes Comeback feiern können, obschon der Sohn von EIE-Headcoach Dieter Wieser im ersten Drittel vom Gegner hart attackiert wurde und humpelnd in die erste Drittelpause ging. Zwar führte Illnau-Effretikon zu diesem Zeitpunkt dank eines Powerplay-Treffers von Michael Sommer in der 17. Minute, doch was dann folgte, trieb Wieser fast zur Weissglut – ein Mitteldrittel «zum Vergessen».

Vergeblich wartete man darauf, dass die EIE-Spieler endlich ihr läuferisches Plus in die Waagschale werfen könnten. «Wir wurden überheblich und äusserst leichtsinnig und hätten die Tore auch gleich selbst schiessen können.» Unverständlich für Wieser, dass die bisher in dieser Saison sieglosen Tessiner im zweiten Abschnitt gleich zu drei Toren kamen. «Wir offerierten dem Gegner unglaubliche Gelegenheiten.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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