Junger Meister schlägt alle
Er bescherte ihm seit Sommer bereits den dritten Sieg. Be Happy, der 12-jährige Holländer, zauberte dem Westschweizer Anthony Bourquard auch in Rüti ein Lächeln ins Gesicht. In der Hauptprüfung über 140 cm liess er in der Siegerrunde die gesamte Konkurrenz hinter sich.
Anthony Bourquard ist in der Turnierszene kein Unbekannter. Im Sommer wurde er mit Indiana des Abattes in Wädenswil Schweizer Meister der Jungen Reiter, vertrat die Schweiz auch an den Europameisterschaften der Jungen Reiter und trainiert bei Olympiasieger Steve Guerdat. Interessantes Detail dazu: Im Reitstall von Anthony Bourquards Vater Roger in Glovelier nahm Guerdat einst die ersten Reitstunden.
Winzige drei Hundertstelsekunden hinter Bourquard klassierte sich Noelle Barry mit Colombo. Die junge Bereiterin arbeitet seit diesem Jahr im Stall von Werner Muff in Seuzach und fällt mit stilistisch einwandfreien und feinen Ritten auf. Mit Colombo ritt sie keinen Unbekannten: Der Holländerfuchs feierte mit Werner Muff unzählige internationale Erfolge.
Erfolgreiche Oberländer
Mit Stefan Meierhans (Gossau auf Sun Boy du Chatelet reihte sich auch ein Zürcher Oberländer als Vierter mitten unter die Besten ein. Auch die Wolfhauserin Tanja Lanicca hatte mit Nektos die Siegerrunde der besten 16 erreicht.
Äusserst erfolgreich verlief das Wochenende auch für die Familie Schmid, die in Ettenhausen einen Reit- und Pensionsstall betreibt: Severine Schmid gewann mit Colonell eine Prüfung über 120 cm, Tochter Seraina entschied am Sonntag mit Pikola gleich beide Prüfungen des ZKB-Juniorencups über 90 und 95 cm für sich. Diverse weitere Oberländer holten in sämtlichen Prüfungen Spitzenplätze.
Eine Absage zum Abschluss
Trotz teils misslichen Wetterbedingungen hatte das OK um Tomi Gaberthüel (Rüti) ganze Arbeit geleistet und den Reitern bestmögliche Bedingungen geboten. Just zum Schluss des Turniers zwang das Wetter die Veranstalter aber in die Knie. Nachdem gefährliche Windböen Abschrankungen heruntergerissen hatten und der Starkregen den ansonsten bestens präparierten Abreitplatz in einen sumpfigen Morast verwandelte, entschied sich der Veranstalter gemeinsam mit den Reitern, die letzte Prüfung des Wochenendes am Sonntagabend nicht mehr auszutragen. Die vorangehende Prüfung hatte bereits wegen Hagels einige Zeit unterbrochen werden müssen. (Katja Stuppia)

