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Sauber will kein B-Team werden

Wer fährt in der nächsten Saison für Sauber? Und wie eng arbeitet das Team mit Ferrari zusammen? In Hinwil werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Budget spielt bei den Entscheidungen nicht mehr die zentrale Rolle.

Es ist ruhig geworden ums Hinwiler Sauber-Team. Während sich die im Juni abgesetzte ehemalige Teamchefin Monisha Kaltenborn wohl oft gewünscht hätte, weniger in den Schlagzeilen vorzukommen, dürfte ihr Nachfolger Frédéric Vasseur ganz zufrieden sein mit der Ruhe. Wohl wünschte auch der Franzose sich Medientermine, an denen er über Exploits wie Punktgewinne Auskunft geben kann – doch das gelang unter ihm bisher nicht. Und es ist in den verbleibenden zwei Rennen in dieser Saison auch nicht absehbar. Zu gross ist das Handicap des letztjährigen Ferrari-Motors.

Ferrari ist aber gleichzeitig auch der Hoffnungsträger für Sauber. Seit der von Kaltenborn angerührte Honda-Deal Ende Juli beerdigt wurde sind die Italiener wieder hoch im Kurs in Hinwil und Sauber umgekehrt in Maranello. Die Beziehung hatte sich in den letzten Jahren abgekühlt – auch wegen offener Rechnungen. Nun aber wird sich die Kooperation nicht nur auf die Lieferung von Motor und Getriebe beschränken.

Ferrari will ein Juniorteam

Auch wenn das Team offiziell noch nicht bekanntgegeben hat, wer im nächsten Jahr die beiden Cockpits besetzten wird: Zumindest einer der beiden Sauber-Piloten wird aus der Ferrari-Nachwuchsakademie stammen. «Das ist eine Chance für uns, ein Juniorteam zu haben», sagte Ferrari-Präsident Sergio Marchionne vor einigen Wochen. «Wir haben zwei aussergewöhnliche Fahrer, die wir platzieren müssen.»

Dass es sich dabei um Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi handelt, ist kein Geheimnis. Beide sassen in dieser Saison schon im Sauber-C36. Giovinazzi ersetzte den verletzten Pascal Wehrlein zu Saisonbeginn in Australien und in China, Leclerc absolvierte Trainingssessionen in Malaysia, den USA und in Mexiko. Das Talent der beiden zweifelt niemand an – gerade über Leclercs Arbeit im Ferrari zeigte sich Sebastian Vettel in dieser Saison begeistert. «Er ist sehr wichtig für uns», sagte der vierfache Weltmeister über den 20-jährigen Monegassen, der heuer die Formel-2-Meisterschaft für sich entschieden hat.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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