Dezimierte Dübendorfer siegen
Dank einer konzentrierten Leistung bezwingt der EHC Dübendorf den EHC Seewen 4:2 und liegt damit in der MSL noch einen Punkt hinter Leader Sion an dritter Stelle. Der von den GCK-Lions für diese Partie ausgeliehene Dominik Hardmeier schoss die ersten beiden Tore, Steven Widmer die letzten beiden.
Eine geschlossene Teamleistung der Glattaler war umso wichtiger, als sie auf insgesamt sechs Spieler verzichten mussten. Drei davon fehlten verletzt, drei figurieren ab sofort nicht mehr im Kader: Am Rande der Partie gab der Klub bekannt, dass er sich von Gianni Brandi, Brent Buchmüller und Pascal Zumbühl trennt. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen in Folge der Trainerrochade, heisst es in einer Mitteilung. Man wolle die Vakanzen raschmöglichst wieder besetzen.
Brandi, Buchmüller und Zumbühl waren erst auf diese Saison hin zum EHCD gestossen. Das Trio spielte allerdings bereits im Lions-Nachwuchs unter Andrea Cahenzli. Cahenzli war am Freitag vor einer Woche als EHCD-Headcoach durch Reto Stirnimann ersetzt worden, weil er Teile der Mannschaft nicht mehr erreichte. In den ersten beiden Spielen unter Stirnimann hatten Brandi, Buchmüller und Zumbühl gefehlt, konkrete Gründe für die Absenzen gab der Klub nicht an.
Hardmeiers vorentscheidende Tore
Gegen Seewen reüssierte der EHCD, obschon er nur mit drei Linien antrat. Das erste Ausrufezeichen setzte EHCD-Stürmer Marco Suter, der nach einem zügigen Sololauf nur die Lattenunterkante traf (3.). Nach elf Minuten setzte sich GCK-Leihgabe Hardmeier dann erstmals durch und erwischte Seewens Torhüter Samuel Schweiger eiskalt (11.). Seinen zweiten Treffer erzielte Hardmeier zu Beginn des Mittelabschnitts, als er just von der Strafbank kommend angespielt wurde, zur Mitte zog und Schweiger wiederum im Stil eines Routiniers bezwang. « Ich bin glücklich, dass es mir so gut gelaufen ist, aber wichtiger ist, dass die Mannschaft gewonnen hat und ich meinen Beitrag dazu leisten konnte », sagte Hardmeier.
Bis Spielmitte verzeichneten die Glattaler weitere aussichtsreiche Chancen um die Führung auszubauen. Seewen überstand diese Phase schadlos und griff danach selber wieder mehr ins Spiel ein. Resultat der Bemühungen war der Anschlusstreffer nach 33 Minuten. Als eine Strafe gegen den EHCD angezeigt war, schob Lukas Scheiber den Puck über die Linie. Dübendorf handelte sich in der Folge weitere Strafen ein. Die Zentralschweizer schrammten dabei mehrfach knapp am Ausgleich vorbei und die Glattaler retteten den knappen Vorsprung in die zweite Pause.
Widmer beruhigt die Nerven
Im Schlussabschnitt beruhigte Steven Widmer die Dübendorfer Nerven mit zwei Treffern in den ersten fünf Minuten. Gleich zweimal standen die zuvor soliden und gut organisierten Schwyzer zu weit weg vom Gegner. Seewen-Coach Fritz Lanz sah sich gezwungen, sein Time-out einzuziehen. Mit etwas Verzögerung wirkte es: Damian Schmidig verkürzte nach einem Bully auf 4:2 und sorgte für neue Motivation der Seebner (49.). Doch danach sorgte der EHCD wieder offensiv für mehr Musik und verhinderte damit sogar, dass Keeper Schweiger einem sechsten Feldspieler rechtzeitig Platz machen konnte. (bg/fbo)

