EHCW-Krimi mit Happy-End
484 Zuschauer erlebten in der Wetziker Eishalle ein verrücktes Spiel zwischen dem EHCW und den Pikes Oberthurgau. Die Torfolge beweist dies: 2:0, 2:3, 3:4, 6:4. Die Oberländer dominierten, verpassten es aber, mehr als nur einen Zweitorevorsprung herauszuholen, ehe die Pikes die Partie zwischenzeitlich zu ihren Gunsten drehten und in der Folge dank grösserer Effizienz bis Ende des zweiten Drittels resultatmässig dran bleiben konnten. Die kämpferischen Wetziker setzten sich dank ihrer läuferischen und technischen Überlegenheit im Schlussabschnitt doch noch durch.
Schon im Startdrittel hätte der EHCW mehr als nur einen 1:0-Vorsprung herausholen müssen, den Butty im Powerplay realisierte (7.). Mehr als zwei gefährliche Torschüsse brachten die harmlosen Gäste nicht zu Stande. Zu Beginn des mittleren Abschnittes erhöhte Nico Rüedi mittels Abstauber nach einem Pfostenschuss von Butty auf 2:0 – die Partie schien einen logischen Fortgang zu nehmen. Dem war aber nicht so. Ab der 24. Minute sahen sich die Wetziker mit einer längeren doppelten Unterzahl konfrontiert, die von den Pikes prompt mit einem Doppelschlag innert 21 Sekunden zum 2:2 genutzt wurde. Weitere 42 Sekunden später liessen die Gäste gar das 3:2 folgen.
Ein Time-out mit Wirkung
Der Wetziker Trainer Roger Keller reagierte mit einem Time-out, das wirkte: Nach mehreren guten Chancen glich Hürlimann aus (33.). Doch bei einem Konter kamen die Thurgauer nur zwei Minuten später zur erneuten Führung. Kurz vor der zweiten Pause (39.) gelang Eggimann im Powerplay das 4:4.
Im letzten Abschnitt überstand der EHCW vier weitere Strafen unbeschadet, ging durch den wiedererstarkten Butty 5:4 in Führung (43.) und liess in der 58. Minute den dritten Powerplaytreffer durch Hürlimann folgen. (mwe)

