Seit Längerem gab es Gerüchte, vor zwei Wochen bestätigte es eine verlässliche Quelle aus dem Sauber-Umfeld gegenüber dieser Zeitung – und jetzt wurde es auch von beiden Seiten offiziell bestätigt: Sauber wird im nächsten Jahr doch nicht mit den Honda-Motoren fahren.
Interessant ist, wie die Parteien die Scheidung darstellen. «Es ist sehr bedauerlich, dass wir die geplante Zusammenarbeit mit Honda zu diesem Zeitpunkt einstellen müssen», wird der neue Teamchef Frédéric Vasseur im Sauber-Communiqué zitiert. «Diese Entscheidung wurde aus strategischen Gründen sowie mit den besten Absichten für die Zukunft des Sauber F1 Teams getroffen».
Kein Kommentar zur Strategie
Bei Honda klingt es ein bisschen anders. Die Japaner betonen den eigenen Anteil an der Entscheidung: «Wir hatten eine gute Beziehung zu Sauber aufgebaut und freuten uns darauf, gemeinsam die Saison 2018 anzugehen. Nachdem das Management des Teams gewechselt hat, sind wir aber nach Gesprächen übereingekommen, die Vereinbarung in gegenseitigem Einvernehmen zu beenden, da beide Parteien unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung haben», lässt sich Honda-Motorsportchef Masashi Yamamoto zitieren. Bei Sauber heisst es auf Anfrage: «Wir können das so nicht bestätigen. Die Trennung erfolgte aus strategischen Gründen.» Von was für einer Strategie die Rede ist, bleibt offen – näher kommentieren wollte dies die Sauber-Sprecherin nicht.
Von wem kam der Anstoss?

