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Für Vasseur hat Honda-Frage Priorität

Während das Sauber-Team offiziell weiterhin schweigt, spricht der neue Teamchef Frédéric Vasseur noch vor Amtsantritt über die Motorenfrage. Die Zeit dränge, sagt er. Derweil werden die Spekulationen immer wilder.

Seinen Job tritt der neue Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur erst am kommenden Montag an – doch schon jetzt zerbricht sich der 49-jährige Franzose den Kopf über die brennendste Frage: Von welchem Hersteller wird der Hinwiler Rennstall in der nächsten Saison Motoren beziehen? «Die Honda-Frage liegt auf dem Tisch – das ist das Erste, woran ich arbeiten werde», sagte Vasseur gegenüber der französischen Sportzeitung «L’Equipe».

Bisher äusserte sich der Hinwiler Rennstall nicht zu den Meldungen, wonach der Vertrag mit Honda als Motorenlieferant ab der Saison 2018 nicht zustandekommen würde. Dass der Deal zumindest in Frage gestellt wird, beweist die Aussage Vasseurs nun. Zunächst war aus Deutschland das Gerücht aufgekommen, Honda trete vom Vertrag zurück, weil die Japaner mit der Personalpolitik Saubers und der Trennung von Teamchefin Monisha Kaltenborn nicht einverstanden seien. Nun aber mehren sich die Indizien, dass sich die Sauber-Besitzer selber überlegen, den Motorenlieferanten wieder zu wechseln.

«Was ich höre, ist beängstigend»

«Wir müssen uns rasch darum kümmern», sagte Vasseur. «Was ich von McLaren höre, ist beängstigend.» Der britische Traditionsrennstall blamiert sich seit der Saison 2015 mit Honda-Motoren im Heck und dachte zuletzt trotz eines langfristigen Vertrages laut darüber nach, sich vorzeitig vom japanischen Hersteller zu trennen.

Laut verschiedenen Quellen ist der Vertrag zwischen Sauber und Honda noch gar nicht in Kraft getreten. Zudem berichtete gestern das Portal «auto-motor-und-sport.de», Honda werde sich erst im Oktober entscheiden, ob das Engagement in der Formel 1 überhaupt noch weitergeführt wird. Für einen kleinen Rennstall wie Sauber ist dies zu spät, um noch reagieren und das nächstjährige Auto auf einen neuen Motor anpassen zu können.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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