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180 Athleten am Eintages-Berglauf-Cup

Fünf kurze Bergläufe hintereinander: 180 Athleten stellen sich am Eintages-Berglauf-Cup im Oberland dieser Herausforderung. Der Kampf um den Sieg bei den Männern ist dabei offen, ein klarer Favorit nicht in Sicht.

180 Athleten am Eintages-Berglauf-Cup

Auf der Schaufelberger Egg, dem Bachtel oder Hörnli hat man an schönen Tagen eine tolle Aussicht. Die Teilnehmer am Eintages-Berglauf-Cup, die die aufgezählten sowie zwei weitere Punkte (Türli/Sonnenhof) anlaufen, haben diesen Samstag dafür aber sicher nur wenig Zeit. Kaum sind sie im Ziel, geht es für sie per Kleinbus gleich zum nächsten Einsatz weiter.

Fünf kurze Bergläufe stehen an diesem Tag auf dem Programm, jeder zwischen 3,6 km und 5,1 km lang. Die Schlussetappe von Steg aufs Hörnli kann man dabei als Königsetappe bezeichnen. Es ist nicht nur das längste Teilstück, sondern auch dasjenige mit den meisten Höhenmetern. Als anspruchsvoll bezeichnet Peter Wylenmann den Abschluss des Rennens. «Zu diesem Zeitpunkt hat man bereits einige Kilometer und Höhenmeter in den Beinen», gibt der OK-Präsident zu bedenken.

Keine unbedarften Neulinge

Zählt man alle Strecken und Aufstiege zusammen, kommen die Bergläufer auf eine Distanz von 22,2 km, gewürzt mit über 1800 Höhenmeter. Oder um einen Vergleichswert zu nehmen: Die gesamte Laufzeit entspricht etwa 70 Prozent eines Marathons.

Die Ausfallquote am Eintages-Berglauf-Cup ist trotzdem relativ klein. Auch, weil die Strecken permanent aufwärts führen, was für die Athleten weniger belastend ist, als ein stetes auf und ab. Zudem ist das Tempo tiefer als bei einem Marathon. «Und wir haben kaum jemanden, der einfach mal kommt und probiert, ob es klappt», sagt OK-Präsident Peter Wylenmann. «Die Läufer wissen in der Regel, worauf sie sich einlassen und sind entsprechend gut trainiert.»

180 Läufer – das ist Rekord

Kräfteraubend ist der Anlass für die Läufer dennoch. Er ist aus dem Fünf-Tage-Berglaufcup entstanden, bei dem es an fünf Abenden jeweils einen kurzen Berglauf zu absolvieren gilt. Die Etappen sind denn auch zu grossen Teilen identisch. Einzig das erste Teilstück unterscheidet sich aus logistischen Gründen. 1994 fand die erste Austragung der eintägigen Variante statt. Erst in unregelmässigen Abständen, seit 2011 aber setzen die Veranstalter auf einen Drei-Jahres-Rhythmus.

Die Strategie hat sich bewährt. 180 Startplätze standen heuer zur Verfügung. Ein Tag vor Ablauf der Anmeldefrist waren alle besetzt. 180 Läufer – das ist ein Teilnehmerrekord. Peter Wylenmann sieht mehrere Gründe, weshalb der Anlass so beliebt ist. Die Läufer würden die familiäre Atmosphäre schätzen, sagt der OK-Präsident. «Sie sind den ganzen Tag zusammen unterwegs, können sich austauschen.» Nicht zu unterschätzen ist aus seiner Sicht auch, dass der Eintages-Berglauf-Cup eben nur alle drei Jahre stattfindet. «Da sagt sich wohl manch einer: Jetzt nehme ich daran teil, sonst bin ich danach wieder drei Jahre älter.»

Wer folgt auf Kreienbühl?

Für den Sieger der letzten Austragung haben solchen Überlegungen sicherlich keine Rolle gespielt. Der Wettkampf passt für Christian Kreienbühl schlicht nicht in die Saisonplanung. Der Rütner wird seinen Titel nicht verteidigen. Der Langstreckenspezialist, der sich 2014 mit der Teilnahme am Eintages-Berglauf-Cup auf den EM-Marathon auf der coupierten Strecke in Zürich vorbereitete, hat heuer überhaupt noch keinen Ernstkampf bestritten. Der Olympiateilnehmer wurde von Achillessehnenproblemen behindert.

Kreienbühls Abwesenheit gibt anderen Läufern die Möglichkeit, den 36-Jährigen als Sieger zu beerben. Ein Favorit ist allerdings nicht auszumachen. Zumindest zwei frühere Gewinner stehen am Start. Der Ustermer Stefan Meinzer, der 2010 und 2011 siegte sowie Peter Gschwend, der die Premiere 1994 für sich entschied. Daneben ist auch der Dürntner Martin Rosser dabei, der sich im Vorjahr beim Fünftages-Berglauf-Cup durchsetzte.

Bei den Frauen dürfte der Gesamtsieg über Nadja Kessler gehen. Sie hatte schon letztes Jahr triumphiert. Kessler erfreut sich einer guten Form, was sie am letzten Wochenende unter Beweis stellte. Die Jonerin, die 2012 die fünftägige Variante des Berglauf-Cups gewonnen hatte, war beim 44. Geländelauf am Bachtel nicht zu bezwingen.

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