Sport

«Wir wollen aufs Podest»

Sara Moskau und ihre Schwester Maeve machen seit vier Jahren Karate. Die Winterthurerinnen haben für den Winticup am Samstag, 10. Juni, ein Ziel im Auge: Ein Podestplatz. Dafür trainieren die beiden ihre körperliche und mentale Stärke zweimal pro Woche.

«Wir wollen aufs Podest»

«Karate bringt eine gute Fitness und gestärktes Selbstvertrauen mit sich – was will man mehr?», sagt Nobert Hies schmunzelnd. Der 49-jährige Wiesendanger übte sich selber jahrelang in der japanischen Kampfsportart. Nun hat er diese Leidenschaft an seine beiden Töchter weitergegeben.

Die 13-jährige Sara Moskau und ihre 11-jährige Schwester Maeve Moskau sind seit vier Jahren beim Kyokushin Karate Club Winterthur dabei.

Für die zwei Winterthurerinnen steht am Samstag, 10. Juni, ein grosser Event bevor: Der Winticup. An diesem Turnier treten verschiedene Karatekämpfer, altersgerecht eingeteilt, gegeneinander an. Sara Moskau und ihre Schwester haben sich das gleiche Ziel gesetzt. «Wir wollen es auf das Podest schaffen», sagen beide übereinstimmend.

Bewertet im Training
Als Vorbereitung auf den Event trainieren die Schwestern zweimal in der Woche. Vor allem das Kämpfen werde geübt, aber auch die Abfolge von Schlägen und Kicks in einer bestimmten Reihenfolge. Sara Moskau erzählt: «Etwa eine Woche vor dem Winticup werden unsere Trainingskämpfe bewertet. So sieht jeder einzelne, wo er sich noch verbessernkann.»

aeve Moskau bereitet vor allem die sogenannte Kata Schwierigkeiten. Dies ist eine Übungsform, bei der Schlag- und Kicktechniken in einer vorgegebenen Reihenfolge trainiert werden, meist an einem imaginären Gegner. «Ich kämpfe viel lieber mit einer realen Person. So werden mir meine Fehler eher bewusst», so die 11-Jährige.

Karate als Selbstverteidigung
Für die beiden zähle aber nicht nur die Leistung in einem Wettkampf, sondern auch die persönliche Entwicklung durch das Ausführen des Kampfsportes. Der Vater von Sara und Maeve, Norbert Hies, erinnert sich an die Anfangszeit.

«Die Mädchen waren schüchtern. Mittlerweile hat sich das geändert, ich erlebe beide selbstsicher und mit Temperament», so der 49-Jährige. Sara Moskau fügt an: «Seit ich Karate mache, fühle ich mich sicherer, wenn ich zum Beispiel alleine unterwegs bin.»

Maeve Moskau konnte sich sogar schon mal durch das Karate aus einer heiklen Situation befreien. «Ich war auf dem Nachhauseweg von der Schule, als mich einige Klassekameraden anpöbelten und schubsten. Ich wehrte sie mit Karatetechniken ab. Seither werde ich in Ruhe gelassen», erzählt sie stolz.

Sie sei sich aber bewusst, dass Karate nicht als sinnlose Gewalt angewendet werden darf. «Diese wichtige Lektion wird einem von Anfang an beigebracht», fügt Sara Moskau an.

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