Schweizer Leichtathleten haben zuletzt gleich reihenweise für positive Schlagzeilen gesorgt. Am vergangenen Wochenende stellten Sprinter Alex Wilson sowie Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl Schweizer Rekorde auf. Und Lea Sprunger, die
EM-Dritte über 400 m Hürden, erfüllte in ihrer Paradedisziplin im ersten Anlauf die Limite für die WM in London (5. bis 13. August). Heute Samstag ist die Waadtländerin wie viele andere Schweizer Topathleten am Meeting in Zofingen im Einsatz, wo insbesondere die Sprint- und Hürdendisziplinen im Fokus stehen. Der Rütner Langhürdler Dany Brand läuft beispielsweise über 200 m.
Auch die Wetzikerin Robine Schürmann, Klubkollegin von Brand im LC Zürich, würde jetzt gerne Wettkämpfe bestreiten. Noch aber ist es für die zweifache EM-Starterin über 400 m Hürden zu früh dafür. Nach einer Verletzung arbeitet die 28-Jährige derzeit daran, möglichst schnell auf die Bahn zurückkehren zu können.
Einige Meetings hat sie trotz Verletzungspause besucht. Um zu sehen, wie gut ihre nationale Konkurrenz schon in Form ist. Auf eine Reise nach Zofingen aber verzichtet sie. «Es ist frustrierend, nur als Zuschauerin dabei zu sein. Man möchte auch auf der Bahn stehen, sich mit anderen messen.»
Eine unerfreuliche Premiere
Anfang Mai stolperte Schürmann im Training über eine Hürde. Sie verlor die Balance und landete mit dem ganzen Gewicht auf dem linken Fuss. Dabei riss sich die Hürdenläuferin das Aussenband und zerrte weitere Bänder am Sprunggelenk. Wegen der Schmerzen und dem stark anschwellenden Gelenk war für sie sofort klar: Das ist etwas Ernstes. Zum ersten Mal in ihrer Karriere.

