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Neustart mit Trainer Digenti

Der Nachfolger von Mark Disler beim FC Uster heisst Fabio Digenti. Der stark abstiegsgefährdete Interregio-Klub setzt damit auf einen jungen Trainer.

Neustart mit Trainer Digenti

Erst knapp drei Wochen ist es her, seit der abstiegsgefährdete Interregio-Klub FC Uster den Rücktritt von Coach Mark Disler zum Ende der Saison bekannt gab. Am Dienstagabend nun wurde das Team über die Nachfolgelösung informiert. Mit Fabio Digenti übernimmt ein in der Region wenig bekannter und unerfahrener Trainer beim FCU.  

Erst seit knapp zweieinhalb Jahren ist Digenti in diesem Business. In dieser kurzen Zeitspanne hinterliess er aber bereits seine Spuren. Mit dem Drittligisten Rümlang gewann der 34-Jährige überraschend den FVRZ-Cup. Und dieser Erfolgstrend setzte sich fort. Mit seinem Team befindet er sich auf Aufstiegskurs. Ungeachtet davon kündigte Digenti frühzeitig seinen Abschied an – aufgrund «Anfragen von oberklassigen Vereinen». Bei GC, wo er einst als Jungprofi in der letzten Meistermannschaft der Saison 2002/03 zu einigen Einsätzen kam, war er als Trainer der U15 im Gespräch. Den Zuschlag erhielt er schliesslich vom FC Uster.

Mehr Klubnähe herstellen
Laut FCU-Sportchef Markus Altherr setzte sich Digenti gegen drei weitere Kandidaten durch. «Wir haben uns mit allen intensiv auseinandergesetzt und unseren Entscheid aus Überzeugung gefällt», sagt Altherr. Digenti habe ein Konzept vorgelegt, dass sich mit der Klubphilosophie decke. «Er möchte mit Spielern aus der Region zusammenarbeiten und ist gewillt, die notwendige Verjüngung der Mannschaft umzusetzen». Altherr spricht auch davon, mehr «Vereinsnähe» herzustellen.

Dies unterstreicht auch Digenti: «Die Spieler sollen mit Stolz das Trikot des FCU tragen», sagt er. Er wünscht sich ein junges und wildes Team, dass die Freude am Fussball vorlebt. Der 34-Jährige hat die Ustermer in den letzten Wochen mehrfach beobachtet und dabei die unterschiedlichesten Eindrücke gewonnen. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihm die hohe Zahl an Strafpunkten. «Das wird es unter mir nicht geben», betont Digenti, der beruflich in Uster bei einer Grossbank arbeitet.

Zweigleisige Planung
In welcher Liga er das Team übernimmt ist noch nicht fix. Der Klub schreibt in einem Communiqué von einer zweigleisigen Planung, «da das Schreckensszenario Abstieg weiterhin durch das Buchholz schwebt.» Allerdings ist auch den Verantwortlichen klar, dass die Relegation in die regionale 2. Liga wohl nicht mehr zu vermeiden ist.

Sportchef Altherr spricht von einem Neustart, sagt aber auch: «Ziel muss der direkte Wiederaufstieg sein. Wir sind kein Klub, der einfach in der 2. Liga mitspielen will». Ob für dieses Vorhaben der junge Digenti, dessen Erfahrung als Trainer sich bisher auf die 3. Liga beschränkt, der Richtige ist? «Ja», glaubt Altherr, «er hat den Ehrgeiz dafür. Zudem sind seine Jugendlichkeit und seine Unbefangenheit im Oberländer Fussball gute Eigenschaften für einen Neustart.»

Ebenfalls mit diesem Neuanfang begründet Altherr die Veränderungen im Trainerstab. Nebst Disler verlassen auch die bisherigen Assistenten Lorenz Vontobel und Antonio Convertito den FCU. Die endgültige Besetzung des neuen Staffs ist offen. Klar ist, dass Digenti mit dem Ex-Dübendorfer Christian Kluser (33) einen Assistenten hat, der noch immer imstande ist, dem Team als Spieler zu helfen.

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