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Der FC Uster muss auf Trainersuche

Mark Disler hört per Saisonende als Trainer des FC Uster auf. Mit dem Interregio-Abstiegskampf habe der Entscheid nichts zu tun, sagt Disler – und der Verein gibt sich überrascht.

Der FC Uster muss auf Trainersuche

Der FC Uster braucht einen ­neuen Trainer. Mark Disler, der 2006 als Spieler von den Young Boys zum damaligen Drittligisten Uster gewechselt hatte, hört nach zwei Jahren als Chefcoach des Interregio-Fanionteams auf. Mit dem aktuellen sportlichen Krebsgang – die Ustermer liegen nach 18 von 26 Runden auf dem zweitletzten Rang mit einem Punkt Rückstand auf den Strich – hat der Entscheid laut Disler nichts zu tun: «Nach so vielen Jahren im Fussball habe ich gemerkt, dass ich einmal eine Pause brauche», sagt der 43-Jährige. Disler hat zudem einen Jobwechsel hinter sich und möchte sich auch stärker seiner Familie widmen.

Gedanken an einen sofortigen Rücktritt habe er zuletzt keine gehabt. «Es wäre anders, wenn die Mannschaft nicht mitziehen würde», sagt er. «Doch im Gegensatz zur Vorrunde stimmen in der Rückrunde die Leistungen. Zuletzt fehlte einfach das Wettkampfglück.»

Die «Bringschuld» des Teams

Offenbar sehen das die Klub­verantwortlichen im FCU gleich. Sportchef Markus Altherr je­denfalls sagt: «Der Rücktritt hat
uns überrascht». Eine vorzeitige Trennung von Disler sei zuletzt kein Thema gewesen, «wir hat-ten weiterhin mit ihm geplant, führten viele Gespräche». Er be­zeichnet es als «Bringschuld der Mannschaft», die Trendwende herbeizuführen. «Ich hoffe, dass das Team seinem Trainer nun einen möglichst schönen Abschied bescheren will.» Altherr sieht denn auch keinen Grund für eine vorzeitige Trennung – im Moment jedenfalls. «Fällt nun alles auseinander, müssen wir natürlich über die Bücher.»

Über die Bücher muss Altherr aber ohnehin in Bezug auf die nächste Saison. Die Suche nach einem Nachfolger für Disler wird erschwert durch den Abstiegskampf. «Wir lassen uns Zeit», sagt Altherr, «es geht uns nicht darum, möglichst rasch einen Namen zu präsentieren.» Der neue Trainer soll den Fussball im Oberland kennen und mit jungen Spielern arbeiten wollen. «Wir wollen eigenen Nachwuchs einbauen», sagt Altherr. «Zudem müssen wir eine Verjüngung der Mannschaft anstreben.» Die sportliche Ambition bleibt un­geachtet der aktuellen Baisse bestehen: «Der Anspruch soll sein, in der Interregio vorne mitzuspielen.»

Involviert in die Trainersuche ist auch Ex-Coach Bruno Schyrr, der auf die Rückrunde hin als Teammanager zu den Ustermern zurückkehrte. Laut Altherr wird dieser Tage Kontakt
zu möglichen Kandidaten auf­genommen. Dass Schyrr selber ein Kandidat werden könnte, ist laut Altherr derzeit weder aus­geschlossen noch angedacht.

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