Sven Senteler muss nicht überlegen. «Die Teamkollegen», sagt der Eishockeyprofi auf die Frage, wen er momentan häufiger sehe, die Freundin oder die Mitspieler beim EV Zug. Auch an den trainingsfreien Tagen war der nur ein paar Minuten von der Eishalle in Zug entfernt wohnende Wangemer zuletzt mit einigen von ihnen zusammen, um sich zu bewegen und zu plaudern. In den Playoffs reduziert sich das Tageswerk des Stürmers auf wenige Dinge, er lebt wie in einer Blase. Was er noch macht? «Schlafen, essen, spielen.» Und natürlich fast pausenlos über all das Erlebte nachdenken. «Die Playoffs sind die schönste Zeit des Jahres. Da sind unglaublich viele Emotionen drin.»
«Die Playoffs sind die schönste Zeit des Jahres»
Die zwei eisfreien Tage nach dem letzten Spiel der spektakulären Halbfinal-Serie gegen Davos taten Senteler mental deswegen gut. «Danach fängt man aber wieder an, die Spannung neu aufzubauen.» Um heute Donnerstag im ersten Spiel des Playoff-Finals zwischen Zug und Qualifikationssieger Bern bereit zu sein.
Erstmals überhaupt seit dem einzigen Meistertitel 1998 stehen die Zuger im Final. Die Freude darüber ist gross. Senteler spürt allerdings auch die Erwartungshaltung im Klubumfeld, die mit der Finalqualifikation einhergeht. Die titellose Durststrecke soll endlich beendet werden. Senteler stört sich nicht am Druck. «Den machen wir uns im Team auch selber. Wir wollen diesen Titel unbedingt.»
Ausbruch aus dem Mittelmass
