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Dübendorf auf der Suche nach mehr Präzision

Der EHC Dübendorf trauert nach der Niederlage nach Penaltys im zweiten Finalspiel verpassten Chancen nach. Öfter und genauer schiessen müssen die Glattaler, fordert EHCD-Trainer Andrea Cahenzli.

Dübendorf auf der Suche nach mehr Präzision

Sie probierten es zwar öfter als der Gegner, aber eben doch zu wenig: 49:34 lautete das Verhältnis der Torschüsse zugunsten des EHC Dübendorf im zweiten Erstliga-Playoff-Finalspiel in Frauenfeld am Dienstagabend (mehr dazu).

Dass es trotz diesen Zahlen beidseits nur einen Treffer gab, liegt auch an den beiden Torhütern. Dübendorfs Remo Trüb und Frauenfelds Daniel Styger kamen beide auf Fangquoten von über 97 Prozent. Sie zeigten wohl gute Leistungen und hatten viel Arbeit – es waren aber beidseits nicht viele Chancen darunter, die sie zu Glanzparaden zwangen.

«Haben die das Powerplay verlernt?»

«Wir waren im Abschluss zu wenig zwingend», sagt EHCD-Trainer Andrea Cahenzli denn auch. Dasselbe gilt indes auch für Frauenfeld. Und was speziell auffällt: Trotz beidseits neun Strafen fiel kein einziger Treffer im Powerplay. Knapp 12 Minuten lang spielten die Dübendorfer in Überzahl, 1:20 davon gar mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Frauenfeld kam gar auf über 14 Powerplay-Minuten, 1:08 davon in doppelter Überzahl.

Führt man sich vor Augen, dass beide Equipen im Playoff bisher auf eine Powerplay-Erfolgsquote von rund 22 Prozent kamen, stellt sich die Frage, die beispielsweise der als Zuschauer anwesende Wetzikon-Trainer Roger Keller stellte: «Haben die das Powerplay verlernt?»

Jeder dritte Schuss daneben

Das haben sie natürlich nicht, denn vor allem Dübendorf baute durchaus Druck auf und setzte sich phasenweise minutenlang in der Zone Frauenfelds fest. Bisweilen war das schön anzusehen, aber letztlich eine brotlose Kunst. «Wir müssten viel, viel mehr schiessen», sagt Cahenzli. Und wenn die Dübendorfer doch schossen, mangelte es oft an der Präzision. 23 von 72 insgesamt abgegebenen Schüssen – also fast jeder dritte – verfehlten ihr Ziel.

Die Frauenfelder wiesen mit 16 von 50 eine ähnlich hohe Fehlschussquote auf. Bei numerischem Gleichstand auf dem Feld sah Cahenzli sein Team leicht im Vorteil – auch deshalb sagt er: «Wir dürfen nicht mehr so viele Strafen nehmen.»

Kritik bereits nach der Partie

Vor allem aber ist heute Donnerstag im dritten Spiel der Playoff-Finalserie mehr Präzision im Abschluss gefragt. «Eine Kopfsache», sei das, findet EHCD-Trainer Cahenzli. Mit Trainingseinheiten auf die Abschlussschwäche reagieren kann er während der Playoffs nicht, vor allem nicht nach einem derart intensiven Spiel wie jenem am Dienstag. Regeneration stand am Mittwoch im Vordergrund.

Seine Kritik bezüglich der Chancenauswertung hatte der Coach bereits am Dienstagabend in Frauenfeld angebracht. «Seither rattert es in den Köpfen der Spieler», glaubt er. «Sie waren mit sich selber unzufrieden.»

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